Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Volley YoungStars Friedrichshafen (heute, 20 Uhr), TSV Mimmenhausen – TSM Mainz-Gonsenheim (Samstag, 20 Uhr, beide BZ-Arena Salem). – Gleich zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden hat der TSV Mimmenhausen an der Backe. Und keines der beiden Duelle mit Teams aus der unteren Tabellenhälfte nimmt Christian Pampel auf die leichte Schulter.

Starke YoungStars in BZ-Arena

„Die Youngstars sind keine unbekannte Größe mehr“, sagt der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen. Die Stärksten im Team des Bundesstützpunktes hätten schon vergangene Saison in der 2. Bundesliga gespielt und im Sommer habe Mimmenhausen mit ihnen und den Profis des VfB Trainingseinheiten absolviert. Sein Fazit: „Sie machen einen guten Eindruck!“ Und den bestätigen die 16- bis 18-jährigen Schützlinge von Trainer Adrian Pfleghar beim Blick auf die Tabelle. Zwei von vier Spielen gewonnen und Rang acht: Das ist aller Achtung wert.

Technische Schwächen nutzen

„Wann immer sie gegen uns antreten, scheinen sie noch engagierter als gegen den Rest der Liga. Das wird heute mehr als nur ein Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen, wie das vielleicht die Jahre zuvor immer wieder mal gewesen sein mag.“ Wer von den ersten vier Partien gleich mal zwei gewinne, sich also schon zu Beginn der Saison so erfolgreich präsentiere, zeige, dass er „ziemlich gut ist, in dem, was er macht.“ Athletisch sei das Pfleghar-Team Mimmenhausen überlegen, offenbare aber auf der anderen Seite technische Schwächen. Pampel: „Die müssen wir nutzen, und dann schauen wir mal, wie und ob wir in die Partie kommen.“

Gute Aufschläge alleine reichen nicht gegen Mainz

Im Match am Samstag ist die Ausgangslage eine ganz andere: Der erfolgreiche TSV Mimmenhausen empfängt ein Gonsenheimer Team, das nur ein einziges Mal in der Saison den süßen Moment des Erfolges kosten konnte. Drei mickrige Punkte aus fünf Spielen lautet die ernüchternde Bilanz des Vorletzten aus Rheinland-Pfalz. Pampel zieht daraus keine voreiligen Schlüsse: „Zu diesem frühen Zeitpunkt hat die Tabelle keine Aussagekraft!“ Die sportlichen Unterschiede blieben nur dann so groß wie die in der Tabelle, wenn „wir unser Potenzial abrufen und wenig Fehler machen.“ Ein guter Aufschlag alleine reiche nicht, das Team von Trainer Manuel Lohmann zu besiegen.

Mimmenhausen ist besser

Das hat sich in einigen Teilen verändert im Vergleich zur vergangenen Saison. Mit Torben Tidick-Wagner vom TuS Kriftel etwa habe die TGM einen „starken Neuzugang auf der Zuspielposition“ erhalten. Der 37-Jährige hat schon Bundesligaluft geschnuppert, war von 2002 bis 2007 im Kader des Moerser SC und spielte in jener Zeit mit Georg Grozer. Und Aaron Neumann, einem 19-jährigen Außenangreifer vom Absteiger TV Bliesen, wird eine vielversprechende Zukunft nachgesagt.

Ob die aber gerade in der BZ-Arena eine Initialzündung erfährt? Eher unwahrscheinlich. “Wenn wir unser Niveau erreichen“, ist Pampel sicher, dann sind wir besser.“