Handball, BVG-Cup: HBW Balingen-Weilstetten – HSG Konstanz (Sonntag, 15 Uhr, SCHARRena Stuttgart). – Auf diesen Moment haben Spieler und Fans lange gewartet: Am Sonntag gibt es wieder Handball vor knapp 500 Zuschauern. Und das gleich mit dem immer heißen Derby zwischen Erstligist HBW Balingen-Weilstetten und der HSG Konstanz im Eröffnungsspiel. Das Spiel wird im SWR-Livestream auf www.hsg-konstanz.de/livestream übertragen.

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Das Turnier, in dem sich in den nächsten zwei Wochen in zwei Gruppen (Rhein-Neckar Löwen, Frisch Auf Göppingen, HBW Balingen-Weilstetten, SG BBM Bietigheim und HSG Konstanz) sämtliche Erst- und Zweitligisten von Baden-Württemberg messen, dient einerseits der Vorbereitung auf die am 2. Oktober beginnende Saison. Zudem sollen die fünf Spieltage an fünf unterschiedlichen Standorten aufzeigen, wie wieder Zuschauer bei Handballspielen dabei sein können. Alle Teams sind vor dem Turnier mehrmals auf eine Corona-Virusinfektion getestet worden und halten sich wie die Besucher an ein detailliertes Hygienekonzept. „Wir sind zwar mit unserm Alltag beschäftigt“, erzählt Trainer Daniel Eblen, „aber wenn das Wochenende kommt, steigt die Vorfreude aufs Spiel.“ Und zugleich aufs Wiedersehen mit den beiden Ex-Konstanzern Fabian Wiederstein und Gregor Thomann.

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Wie ernst die Partie HBW-Coach Jens Bürkle nimmt, zeigt, dass er sich ein Video von einem HSG-Spiel besorgt hat. Ein klarer Sieg wird von ihm eingefordert, nachdem der Bundesligist gegen Pfadi Wintherthur mit 27:31 das Nachsehen hatte. Konstanz kann nach drei guten Testspielauftritten mit den Neuzugängen zufrieden sein. Markus Dangers ist am Kreis und in der Abwehr ein anderer Spieler als Fabian Wiederstein, „aber mindestens genauso wichtig“, lobt Eblen. Mit Peter Schramm, David Knezevic („hat gute Sachen gezeigt“) und Felix Jaeger gehen auf halblinks ebenfalls andere Spielertypen als Paul Kaletsch und Tim Keupp auf Torejagd. Vor allem Schramm ist im Innenblock und im Angriff eine wichtige Rolle zugedacht. Da der Modellathlet mehr Druck als seine Vorgänger aus der Fernwurfzone mitbringt, steht Konstanz noch vor der Herausforderung, seine Spielweise mit neuen Akteuren auf zentralen Positionen zu modifizieren.

Trainer froh über die Zeit in Haan

In dieser Hinsicht war Eblen froh über die viele Zeit, die er in Haan verbringen konnte. Wichtig sei nun der Wettbewerb. „Wir benötigen noch etwas Zeit, uns zu finden.“ In die richtige Richtung ging es nach dem 45-Jährigen zuletzt dennoch. Aufschlüsse, wo man steht, wird er im Kräftemessen mit dem Bundesligisten von der Schwäbischen Alb erhalten. „Die Balinger Qualität ist eine Stufe höher als die der Zweiten Liga.“ Für Eblen ist es „wichtig, dass der Finger im Wettkampf in die Wunde gelegt wird“. Das wird gegen einen starken Gegner auf jeden Fall passieren.

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