2. Bundesliga: TV Hüttenberg – HSG Konstanz 25:19 (12:12). – Die Abschlüsse und die Torwart-Leistung hatte Daniel Eblen im Vorfeld zu den entscheidenden Faktoren im Duell der beiden Tabellennachbarn auserkoren.

Am Ende ließ sich der 40-jährige Torwart-Routinier Nikolai Weber feiern. Der langjährige Erstliga-Keeper war ganze 17 Mal Sieger gegen die Angreifer der HSG und fischte damit sagenhafte 47 Prozent der Würfe auf sein Tor weg.

Offener Schlagabtausch zu Beginn

Diese starke Leistung ist die eine Seite der Medaille, die andere die, dass die Gäste vom Bodensee nach einer guten ersten Hälfte nach dem Seitenwechsel sich zunehmend Abschlüsse aus ungünstigen Positionen nahmen, oder aber völlig frei scheiterten.

„Wir waren im Abschluss ein gutes Stück hinterher, wir haben schon sehr viel liegenlassen“, ärgerte sich schließlich der HSG-Coach, während die Mittelhessen durch eine gute Effektivität überzeugten.

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Zu Beginn der Partie sah das noch anders aus. Hier hatte Hüttenbergs Übungsleiter Johannes Wohlrab einen „völlig offenen Schlagabtausch“ gesehen. Erneut formierte die HSG Konstanz mit ihrer offensiven 3:2:1- oder 5:1-Abwehr ein echtes Bollwerk, gegen das sich der TVH extrem schwertat.

Vielmehr kam Konstanz immer wieder zu Ballgewinnen und startete mit dem schnellen Tempogegenstoß erfolgreich durch. Allen voran Aron Czako wusste mit insgesamt sieben Toren zu überzeugen. Nach dem 6:6 durch Matthias Hild (14.) ging es Kopf an Kopf in die Kabine (12:12).

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Ohne Topscorer Tom Wolf, Felix Jaeger, Fabian Schlaich, Fabian Maier-Hasselmann und Moritz Ebert machte sich das intensive Laufspiel der Konstanzer in der Deckung ab der 40. Minute jedoch immer mehr bemerkbar. Während Hüttenbergs Top-Torjäger Ian Weber doch mitwirken konnte, fehlten der HSG nun die Alternativen.

Eblen: „Hüttenberg hatte dann mehr Energie und hat sehr gut gedeckt, vor einem Torwart mit einem Sahnetag.“ Hüttenbergs 3:2:1-Deckung attackierte früh und aggressiv, während bei der HSG die Kräfte nachließen. Moralische Energie ging zusätzlich durch die vergebenen Chancen verloren.

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Nach 45 Minuten war alles noch offen (19:17), doch dann lief vieles für die Gastgeber. Konstanz traf in Unterzahl die Unterkante der Latte, von dort tropfte der Ball in die Hand des schon am Boden liegenden Nikolai Weber.

Sinnbildlich für eine unglückliche Schlussphase standen dann jene Szenen, in der die HSG zunächst minutenlang einen einzigen Angriff verteidigte, Hüttenberg immer wieder irgendwie in Ballbesitz blieb und schließlich mit einem krachenden Abschluss über den gesamten Block zum 23:18 traf, die HSG im Gegenzug noch einen Siebenmeter vergab und der TVH mit einem Notwurf durch die Beine von Maximilian Wolf zum 24:18 erhöhte.

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Auf der Gegenseite vergab Konstanz noch einen Gegenstoß per Aufsetzer über das Tor. Immerhin erzielte Joel Mauch aus der zweiten Mannschaft noch den 19. Treffer der Gelb-Blauen und setzte den Schlusspunkt.

„Uns sind“, so Eblen, „im Angriff blöde viele Fehler unterlaufen. Weber war gut, unsere Abschlüsse jedoch nicht. Das müssen wir schnell abschütteln und weitermachen.“

Am Sonntag gegen Fürstenfeldbruck

Denn am Sontag um 17 Uhr kommt es in eigener Halle zum Kracher gegen den TuS Fürstenfeldbruck. Die Hoffnungen ruhen darauf, dass das Aufgebot dann wieder etwas größer als beim ehemaligen Erstligisten ist.

HSG Konstanz: M. Wolf, Haßferter (Tor); Stotz (1), Czako (7), Hild (3), Dangers (2), Krüger, Fehrenbach, Beckmann, Braun (3/2), Bornhauser, Wendel, Volz (1), Schramm (2), Knezevic, Mauch (1).