Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TV/DJK Hammelburg (Sonntag, 16 Uhr, BZ-Arena Salem). – Nach Gotha und Schwaig steht der TSV Mimmenhausen vor der nächsten hohen Hürde. „Hammelburg hat eine richtig gute Mannschaft“, lobt Christian Pampel. „Sie gehört für mich zu den besten drei Teams der 2. Liga.“

Kontroverse Diskussion unnötig

Auf Rang drei befindet sich derzeit sein Team, das am vergangenen Wochenende vom lange besetzten Thron gestürzt worden war. Über die Gründe haben Spielertrainer und Mannschaft zu Beginn der Woche „kurz gesprochen“. Kontroverse Diskussionen unnötig. Die Gründe für die zwei Niederlagen in Folge sind klar. „Die Mannschaft ordnet ihre Leistung ähnlich ein wie ich auch.“ Mehr verrät der Mimmenhauser Spielertrainer nicht.

Pampel setzt auf Erkenntnis

Erkenntnis sei der erste Weg zur Besserung, heißt es. Ob allerdings daraus eine Leistungssteigerung entsteht, die am Sonntag dem Tabellenvierten angemessen ist, weiß der 41-jährige ehemalige Weltklasseangreifer natürlich nicht. Aber er setzt darauf: Nun, da Mimmenhausen vom Gejagten zum Jäger geworden ist; die Mannschaft sich nicht mehr im Verlangen selbst überfordert, an der Spitze der Liga bleiben zu wollen; die Köpfe seiner Spieler wieder frei sind. Frei, um wieder so aufzutreten wie zuvor. Mit viel Spaß jeden Spielzug – egal, wie der momentane Spiel- und Tabellenstand lautet -, konzentriert zu Ende zu bringen. Egal, gegen wen auf der anderen Netzseite.

Kampfansagen nicht sein Ding

„Kampfansagen“ sind nicht das Ding des analytischen Ex-Profivolleyballers. Er bevorzugt, Antworten auf Fragen zu finden wie: „Was müssen wir machen, damit wir das Blatt wieder zu unseren Gunsten wenden?“ Zuerst und zuvorderst: Die immer noch verletzten Zuspieler Federico Cipollone und Außenangreifer Jonas Hoffmann ersetzen. So adäquat wie möglich. Auch gegen Hammelburg.

Adäquat ersetzen

Kapitän Michael Diwersy gelingt das. Vorausgesetzt, die Annahme steht. Das aber tat sie weder gegen Gotha noch in Schwaig im eigentlich erwartbaren Rahmen. Entsprechend frustrierend die Matchresultate zuletzt. Und weil der erste Pass nur spärlich wirklich gut oder gar nicht kam: Jonas Hoffmann fehlte sehr.

Drei sehr gute Aufschläger

Das wird er auch gegen Hammelburg. Gegen einen Gast, der „drei sehr gute Aufschläger hat“ (Pampel). Moritz Rauber (ehemaliger YoungStar), Lorenz Karlicek und Oscar Benner hatten schon im Hinspiel gezeigt, zu was sie mit ihren Sprungaufschlägen fähig sind. Hart, risikoreich – und deshalb aber auch nicht immer fehlerfrei. Also: Mimmenhausen muss nicht angst und bange werden. Im Hinspiel jubelte ja der TSV auch, nach nervenaufreibender Berg- und Talfahrt. Übrigens mit Michael Diwersy als Zuspieler.