2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Blue Volleys Gotha 1:3. – Jetzt hat es auch den TSV Mimmenhausen erwischt. Die 14 Spiele lange Siegesserie ist gestern Nachmittag zu Ende gegangen. Gothas lange Kerle blockten den Tabellenführer auf dem Weg zum 15. Erfolg. Zurecht. Die Gäste waren beim 28:26, 28:26, 22:25 und 23:25 den entscheidenden Tick besser als der Spitzenreiter. Der bleibt zwar auf dem „Platz an der Sonne“, aber Grafing mit zwei Spielen weniger kann Mimmenhausen den Rang ablaufen.

Schon am Freitag viel Mühe

Am Freitag hatte der Spitzenreiter schon mehr Mühe als erwartet, gewann aber dennoch mit 3:1 bei den Volley YoungStars Friedrichshafen. Mit gegenüber dem YoungStars-Spiel auf einer Position veränderten Aufstellung ging Mimmenhausen ins Duell mit dem Tabellensechsten. Für den verletzten Heiko Schlag stand Michael Kasprzak nach langer Verletzungspause wieder auf der Matte. An ihm lag es sicher nicht, dass Mimmenhausen dem großen Druck der Gothaer Tribut zollen musste.

Probleme mit Gothaer Riesen-Block

Zwar hatten die Gastgeber nach gutem Beginn (4:1, 8:8, 16:14) immer wieder Probleme, ihre Angriffe am Gothaer Riesen-Block und der Feldabwehr vorbei aufs Parkett zubringen. Den ersten Satzball (24:23) hatten sie dennoch. Den wehrte Gotha ab, nahm nun seinerseits das Heft in die Hand, profitierte von TSV-Unsicherheiten, und mit dem dritten Satzball machten die Thüringer den Sack zu (28:26).

Bittere Ergebnisse

Über den Aufschlag Druck machen, das hatten sowohl Spielertrainer Jonas Kronseder als auch sein Pendant bei den Blau-Gelben, Christian Pampel, im Vorfeld der Partie gefordert. Das macht Sinn in der niedrigen Halle der BZ-Arena, erhöht aber auch die Gefahr von Fehlaufschlägen. Die sieben Fehlangaben von Gotha reichten Mimmenhausen jedoch nicht. Im erneut sehr umkämpften zweiten Durchgang lagen die Hausherren immer wieder vorn (8:7, 16:15, 24:22), machten erneut den ersten Satzball perfekt.

Lukas Ott vergibt Satzball

Den vergab Lukas Ott (24:23) – und dann kam wie schon beim Endspurt des ersten Satzes Jonas Kronseder. Seine Aufschläge (As zum 25:24) setzten die Mimmenhauser Annahme so unter Druck, dass auch der zweite Durchgang an Gotha ging (28:26). Das zweite bittere Ergebnis für den Zweitliga-Spitzenreiter.

Mit Becker und Pilihaci

Mit Johannes Becker statt Tobias Streibl in der Mitte und für Libero Joshua Müller organisierte Doru Pilihaci die Abwehr, ging der TSV den dritten Satz an. In dem hatte er schon klare Vorteile (7:8, 16:11), ließ sich aber erneut in die Suppe spucken (18:18). Dennoch jubelten Pampel & Co.: Die Gastgeber ließen nicht nach und hatten wieder die Chance, den Durchgang zu beenden. Dieses Mal klappte es. Christian Pampel versenkte seinen Angriff zum 25:22.

Mimmenhauser Köpfe heben sich

Die arg hängenden Mimmenhauser Köpfe hoben sich, mit Zuversicht alleine aber war Gotha an diesem Tag nicht beizukommen. Beim 8:6- und 15:16-Zwischenstand sah das immer noch gut aus, war der Tiebreak und damit die mögliche Rettung der Serie im Visier. Vier Ballwechsel später stand es 17:20, war die Hoffnung Makulatur. Würde der TSV Mimmenhausen das erste Spiel der Saison verlieren? In der Tat. Die Gäste setzten sich auf 24:21 ab. Mimmenhausen konterte zum 23:24, aber Pampel brachte seinen Angriff nicht durch: 23:25 – Mimmenhausen musste sich 1:3 geschlagen geben.

TSV Mimmenhausen: Kasprzak, Streibl, Becker (MVP), Diwersy, Ott, Birkenberg, Pampel, Müller, Pilihaci.