2. Handball-Bundesliga: EHV Aue – HSG Konstanz (Freitag, 19 Uhr, live auf www.hsgkonstanz.de/livestream). Bereits zwei Auswärtsspiele in Folge hat die HSG Konstanz zuletzt in Hamm und Ferndorf jeweils mit Punktgewinn absolviert, am Freitag folgt beim EHV Aue das dritte Gastspiel. Vor allem die deutlich verbesserte Abwehrarbeit soll auch im Erzgebirge für Punkte sorgen.

Taktische Kniffe lohnten sich

Legt man die beiden letzten Auftritte zugrunde, scheint der Schalter bei der HSG Konstanz umgelegt worden zu sein. Kämpferisch und emotional war es stark, was die junge Mannschaft als verschworene Einheit trotz Verletzungssorgen auf das Parkett brachte. Mutig war die Mannschaft, mutig war das Trainerteam. Beides wurde belohnt. Die Umstellung von einer 6:0- auf eine sehr offensive und aggressive 3:2:1-Deckung fruchtete. Ob und wann sie zum Einsatz kommt, hängt für Trainer Daniel Eblen von taktischen Erwägungen und dem Gegner ab. „Wir haben auf den Kampf gesetzt, das funktioniert in der 3:2:1-Variante leichter“, erklärt Eblen. „Das hat gut geklappt. Wir sehen aber von Spiel zu Spiel.“

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Nach wie vor gibt es einige angeschlagene Spieler, die von der medizinischen Abteilung gepflegt werden. Die Entschlossenheit, sich gegen alle Widerstände hinwegzusetzen, war dennoch deutlich wahrnehmbar. „Wir müssen“, so Eblen, „alles reinwerfen. Natürlich kommt dann noch dazu, dass im Kopf auf dem Spielfeld die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Wir brauchen von jedem eine Topleistung, um eine Chance auf Punkte zu haben. Das hat zuletzt gepasst, dort wollen wir weitermachen.“

Schwächephase beim Gegner

In Aue ist es unangenehm zu spielen. Bei jener Mannschaft, die in dieser Saison so sehr von äußerlichen Einwirkungen getroffen wurde wie wohl keine andere. Mehrmals musste der Zweitliga-Dino in Quarantäne und lange um Trainer Stephan Swat bangen. Inzwischen ist er auf dem Wege der Besserung, das Traineramt bekleidet jedoch Aushilfscoach Runar Sigtryggsson. Unter seiner Leitung erarbeitete sich der EHV ein Polster. In den letzten vier Spielen gelang aber kein Punkt mehr, sodass sie nun auf Rang 13 stehen. Parallelen zur HSG werden ersichtlich. Zuletzt beim Tabellenführer Hamburg hatte Aue bis kurz vor Schluss eine Siegchance. „Das zeigt, dass sie stark unterwegs sind“, sagt der Konstanzer Übungsleiter.

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Im Hinspiel war seine Mannschaft erfolgreich – wie auch in der letzten Saison in der Erzgebirgshalle. Beim EHV wurde im Vorfeld viel über die Partie gegen Konstanz und gar von einem „Vier-Punkte-Spiel“ gesprochen. Für Eblen „etwas weit hergeholt. Wir sind schon noch ein Stück weg. Wir werden aber ganz sicher auf eine top motivierte Mannschaft treffen, die versucht, zusätzliche Energie aufzubauen. Wie Aue sich durch diese Saison gespielt hat, verdient größten Respekt.“ Mit wechselnden Abwehrformationen und starken Rückraumspielern wie Adrian Kammlodt und dem Isländer Arnar Birkir Halfdansson sowie Top-Torschütze Bengt Bornhorn am Kreis und guten Torhütern ist der Traditionsverein schwer auszurechnen.