Handball, Testspiel: TuS Ferndorf – HSG Konstanz: 23:25 (12:15). – Die HSG Konstanz setzt nach dem 28:22-Sieg beim S-Cup gegen Erstliga-Absteiger Eulen Ludwigshafen mit einem 25:23 (15:12)-Auswärtssieg beim TuS Ferndorf, der zuletzt Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn besiegt hatte, das nächste dicke Ausrufezeichen, obwohl mit Kapitän Tim Bornhauser, Fynn Beckmann, Jannes Timm, Christos Erifopoulos, Carlos Marquis, Gianluca Herbel und Moritz Ebert ein Septett nicht zum Einsatz kam.

Starke Abwehrleistung

Erneut war eine bärenstarke Abwehrleistung im Verbund mit einem wieder toll haltenden Schlussmann Leon Grabenstein der Schlüssel zum Erfolg. So hatte Ferndorf von Beginn an größte Mühe, sich klare Torchancen zu erspielen. Zwar stellten die Siegerländer zunächst auf 3:1 und nach acht Minuten stand es 6:6. „Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um die Anreise abzuschütteln“, meinte Jörg Lützelberger.

Extra-Lob für Joel Mauch

Der Trainer der Konstanzer sah in der Folge eine deutliche Leistungssteigerung. Die HSG kam in den Zweikämpfen immer besser in Kontakt mit den Gegenspielern und fand offensiv nach dem Ausfall von Spielmacher und Kapitän Bornhauser (Infekt) mit Joel Mauch besser ins Spiel. Dieser bekam für seine „gute, disziplinierte und konzentrierte“ Spielführung vom Trainer ein Extralob. Mit den Ballgewinnen aus der Abwehr starteten die Gäste vom Bodensee wie in den letzten Spielen schnelle Gegenstöße und legten stets vor. Mit dem 9:7 das erste Mal mit zwei Treffern Differenz, zur Pause gar mit drei (15:12).

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In der zweiten Halbzeit änderten sich die Vorzeichen etwas. Die Abwehr blieb stabil, doch offensiv hatten die Gelb-Blauen nun ebenfalls Schwierigkeiten, sich gegen den sehr defensiv und massiv agierenden Abwehrriegel der Gastgeber durchzusetzen und hatten nicht mehr so viele Torwart-Paraden zu verzeichnen. „Mit etwas mehr Durchschlagskraft wären, drei, vier Tore mehr möglich gewesen und es wäre nicht noch einmal so knapp geworden“, so der 36-jährige Lützelberger.

Fünf Ballverluste bei Pässen in die erste Welle

Seine junge Mannschaft hatte sich schnell mit 17:12 abgesetzt und führte 22:17, bis sie sich, wie es der HSG-Coach ausdrückte, ein paarmal „selbst ein Ei ins Netz legte“. Konstanz schien am Drücker zu sein, erzielte aber im zweiten Durchgang nur noch zehn Tore. Besonders schwer wogen fünf Ballverluste bei Pässen in die erste Welle. „Die Risikoabschätzung hat hier nicht gestimmt. Das kann schon mal passieren. Fünfmal ist für unsere Ansprüche aber zu viel, auch wenn ich möchte, dass die Jungs schnell nach vorne laufen.“

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So kam Ferndorf wieder bis auf 21:22 heran und Konstanz musste noch um den Sieg zittern, ehe Peter Schramm bei angedrohtem passivem Spiel den 25:23-Sieg perfekt machte. Positiv bemerkbar machte sich dabei die Rückkehr von Kreisläufer Niklas Ingenpaß, der mit einer Schiene am Finger wieder mitwirken konnte.

Im April gab es ein Remis

Lützelberger: „Das ist ein guter Erfolg für uns, obwohl wir uns im Angriff teilweise schwergetan haben. Allerdings waren wir weiter diszipliniert und fleißig.“ War das Spiel in der 2. Bundesliga im April an selber Stelle noch 24:24 ausgegangen, konnte sich der neue Trainer der HSG nun über den Erfolg freuen.