2. Bundesliga: HSG Konstanz – TV Großwallstadt 31:30 (14:15). – Nur nicht wieder die Anfangsphase verschlafen, lautete nach der Niederlage in Fürstenfeldbruck die Devise bei der HSG Konstanz. Trainer Daniel Eblen hatte für die Partie gegen den TV Großwallstadt Veränderungen angekündigt – und er hielt Wort. Mit Erfolg.

Beim Stand von 5:5 (8.) gingen bereits vier Konstanzer Treffer auf die Konten der beiden Neuen im Team, Linksaußen Patrick Volz (3) und Rückraumspieler David Knezevic (1). Und hinten parierte Keeper Michael Haßferter vier Würfe des Traditionsvereins, darunter gleich zwei Siebenmeter.

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Hellwach agierten die Gastgeber – und sie hielten lange gut mit. Die Führung wechselte in der ersten Viertelstunde hin und her.

Umso erstaunlicher, da die Konstanzer zu diesem frühen Zeitpunkt bereits drei Zeitstrafen aufgebrummt und die Gäste vier Strafwürfe zugesprochen bekamen.

Rote Karte eine Sekunde vor der Pause

In den Minuten vor der Pause leisteten die Konstanzer sich dann eine Schwächephase, die der sechsfache Deutsche Meister und fünfmalige Europapokalgewinner aus Unterfranken eiskalt bestrafte.

Die HSG machte zu viele Fehler, sodass aus einer 11:10-Führung binnen fünf Minuten ein 11:14-Rückstand wurde. Über einige Pfiffe ärgerten sich die wenigen Zuschauer am Schänzle. An der Roten Karte eine Sekunde vor der Halbzeit gegen Peter Schramm gab es jedoch nicht viel zu rütteln. Er traf seinen Gegenspieler mit der Hand im Gesicht.

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So wurden die Personalsorgen im zweiten Abschnitt nicht gerade kleiner im Lager der HSG. Schließlich fehlten bereits im Rückraum Tom Wolf und Joschua Braun sowie auf Linksaußen Fabian Schlaich. Und die dezimierten Konstanzer taten sich am Tag vor Heiligabend gegen den auswärts so starken langjährigen Erstligisten richtig schwer.

Es war wie so oft zuletzt. Die HSG lief einem Rückstand hinterher, vergab dabei freie Würfe und machte es Großwallstadt in der Defensive ein ums andere Mal leicht. Ein Lichtblick in Gelb war der junge Patrick Volz. Der 21-Jährige erzielte insgesamt fünf Treffer und nahm sich in der zweiten Hälfte sogar die Siebenmeter.

Ausgleich fünf Minuten vor Schluss

Die Gastgeber drückten nun voll aufs Tempo und kamen immer wieder mal bis auf ein Tor heran (23:24/44.). Zu mehr reichte es allerdings lange nicht – trotz zum Teil bester Chancen. Erst fünf Minuten vor Schluss erlöste Markus Dangers mit dem 28:28 vom Kreis die mitzitternden Konstanzer Fans am Livestream. Im Gegenzug parierte Haßferter einen Siebenmeter inklusive Nachwurf.

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Der Startschuss für eine packende Endphase in diesem torreichen Duell. Dangers scheitert vom Kreis, Haßferter verhindert die Gästeführung – und Tim Jud erzielt das 30:29. Großwallstadt kommt nochmals zum Ausgleich, doch am Ende jubeln tatsächlich die Gastgeber. Tim Jud trifft 19 Sekunden vor Schluss zum gefeierten 31:30-Heimsieg.

HSG Konstanz: M. Wolf, Haßferter, Ebert (Tor); Stotz, Czako, Jaeger (1), Hild (1), Dangers (6), Krüger, Maier-Hasselmann (3), Beckmann (5), Jud (7), Wendel, Volz (5/1), Schramm (1), Knezevic (2). – Bes. Vork.: Rot (30.) für Schramm (HSG Konstanz).