Handball, 2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke – HSG Konstanz 37:23 (17:6). Am Mittwoch war es Lübbecke als Favorit, das einen völlig gebrauchten Tag gegen Dormagen erwischt hatte, nun bekam die HSG Konstanz nicht nur die geballte Wut im Bauch des Tabellendritten ab, sondern hatte selbst einen rabenschwarzen Tag zu beklagen. Nach einem 6:17-Pausenrückstand konnte sich die HSG im zweiten Durchgang ein klein wenig stabilisieren, war aber schließlich mit 23:37 unterlegen.

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Von Beginn an dominierte der Ex-Erstligist. 4:1 führten die Gastgeber nach knapp zwölf Minuten. Was dafür spricht, dass die HSG in der Deckung zumindest ordentlich dagegenhalten konnte, im Angriff aber überhaupt kein Durchkommen fand – und wenn doch, stand Alosa Rezar als einer der besten Schlussmänner der Liga fast immer auf dem Posten. Einige Male musste er aber nicht einmal eingreifen, weil die HSG über oder neben das Tor warf. Selbst die freien Chancen wollten nicht ins Eckige.

Lob für den überlegenen Gegner

„Die ganz überlegene Mannschaft hat hochverdient gewonnen“, konnte HSG-Trainer Daniel Eblen so schnell einen Knopf hinter die Partie machen und ergänzte: „Das Spannungsmoment war unterschiedlich verteilt. Lübbecke war auf 180, wir haben ein schlechtes Spiel gemacht.“ Der HSG-Coach musste mit ansehen, wie Lübbecke zu einfachen Treffern kam, Gegenstöße lief und seinem Team nicht den Hauch einer Chance ließ. Dazu kamen viele Fehler auf Seiten der Gäste.

Leichte Steigerung nach der Pause

Nach der Pause konnten die Gelb-Blauen die Partie etwas offener gestalten, hatten aber weiter mit zu vielen eigenen Fehlern zu kämpfen. Von den Lücken im Abwehrverbund profitierte vor allem Florian Baumgärtner. Auf Konstanzer Seite erreichte hingegen keiner Normalform. Am deutlichen 36:27-Heimsieg gab es nichts zu rütteln. Immerhin konnten sich am Schluss noch Felix Jaeger, David Knezevic und Felix Krüger in die Torschützenliste eintragen.

Schmerzhafte Erfahrung

Solche Spiele tun weh, konstatierte Daniel Eblen. Doch handballerisch könne man daraus nicht viel mitnehmen. Wichtig sei nur, dass „die Finger, die nun gezeigt werden, nicht auf den anderen gehen, sondern dass wir es zusammen machen.“ Am Freitag trifft die HSG auf den TSV Bayer Dormagen.