Handball, Oberliga: HSG Konstanz – HC Neuenbürg 32:26 (13:11). – Die HSG Konstanz II trumpfte gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer HC Neuenbürg mit viel Spielfreude, Tempo und einem einmal mehr überragenden Torwart Konstantin Pauli auf.

Spektakuläre Paraden vom HSG-Keeper

In ihm war der Matchwinner schnell gefunden. Pauli hatte die Zuschauer immer wieder von ihren Sitzen gerissen. Wurde gefeiert für seine spektakulären Paraden, für die er oft quer in der Luft stand und die akrobatischsten Flugeinlagen hinlegte. 18 Stück waren es am Ende. Der 19-Jährige zog dem wurfstarken HC-Rückraum den Zahn.

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Angeführt von Spielertrainer Benjamin Schweda, da Spielmacher Jonas Hadlich verletzt passen musste, startete Konstanz entschlossen und zog direkt das Tempo an. Bis Schweda nach etwas mehr als 20 Minuten schon auf 12:8 gestellt hatte. Weitere Aktivposten: Der zwölffache Torschütze Felix Fehrenbach und der agile, schwer zu stoppende Sven Iberl.

Klare Pausenführung

Neuenbürg brauchte etwas, um sich auf den Konstanzer Wirbel einzustellen, konterte dann aber ruhig. HSG-Trainer Vitor Baricelli fand jedoch schnell die nötigen Korrekturen und seine jungen Schützlinge – mit Noah Frensel, Jona Mauch und David Soos standen drei A-Jugendliche im Kader – setzten sich nach der Pause schnell auf 17:12 ab.

Auch als Neuenbürg die Fünf-Tore-Führung schmelzen ließ und beim 23:22 dran war, behielten die Gelb-Blauen nach einer Auszeit kühlen Kopf und fanden gegen eine offensivere Verteidigung der Gäste gute Mittel.

Beim 29:24 fünf Minuten vor Schluss nahm die Überraschung weiter Form an, und nachdem Schweda auf sieben Tore erhöht hatte, brach kurz darauf großer Jubel aus. „Wir haben es geschafft, im Spiel zu bleiben“, freute sich Baricelli. „In der Schlussphase haben wir nicht die gleichen Fehler gemacht wie vor einer Woche. Dazu eine überragende Torwart-Leistung von Konsti.“ (joa)

Deutliche Auswärtsniederlage

TSG Söflingen – TuS Steißlingen 32:24 (20:11). – Der TuS Steißlingen hat auch sein fünftes Saisonspiel beim Drittliga-Absteiger TSG Söflingen deutlich verloren. Dabei fanden die Gäste gut in die Partie. Bis zum 5:4 (10.) verlief das Spiel ausgeglichen.

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Dann allerdings verletzte sich der Steißlinger Spielmacher Marvin Storz am Knie und konnte nicht weiterspielen. Von diesem Zeitpunkt an gab es einen Bruch im Spiel der Gäste. Die ohnehin schon ersatzgeschwächte Mannschaft musste improvisieren, da die Alternativen fehlten. Da einige Spieler auf ungewohnten Positionen agieren mussten, fehlte die Durchschlagskraft und es passierten einige Fehler zu viel.

Steißlinger Fehlerkette

Bis zur 20. Minute zogen die Gastgeber auf 14:8 davon. Die Fehlerkette des TuS riss nicht ab, die Steißlinger kassierten Gegenstoß um Gegenstoß. Bis zur Halbzeit baute die TSG ihren Vorsprung auf 20:11 aus. Die Gastgeber bestraften jede Nachlässigkeit eiskalt.

In der Pause konnte sich der TuS auf die neue Situation dann einstellen. Direkt zum Start der zweiten Hälfte gelang den Gästen ein 3:0-Lauf zum 20:14. Dennoch blieb die Partie weiter zerfahren. Eine ernstzunehmende Aufholjagd war aufgrund der dünnen Besetzung nicht möglich. Auch einige Zeitstrafen brachten die Hegauer aus dem Konzept. Dennoch zeigten die Gäste Moral und gestalteten die zweite Hälfte ausgeglichen. Am Ende unterliag der TuS jedoch mit 24:32. (es)