2. Handball-Bundesliga: HSG Konstanz – TSV Bayer Dormagen (Freitag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Nach dem chancenlosen Auftritt beim Tabellendritten Lübbecke erwartet die HSG Konstanz am Freitagabend (Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) mit dem TSV Bayer Dormagen der Tabellensechste der Bundesliga.

Gäste haben großes Potenzial

Dormagen hatte mit seinem fulminanten 27:19-Auswärtssieg in Lübbecke wenige Tage vor dem Konstanzer Gastspiel für jene Wut im Bauch des Ex-Erstligisten gesorgt, die sich an der HSG entlud. Gleichzeitig zeigt der deutliche Erfolg des TSV, über welches Potenzial das junge Team von Trainer Dusko Bilanovic verfügt. Die äußerst talentierte Mannschaft schwimmt nicht nur sehr erfolgreich im Konzert der „Großen“ mit, sondern, so Bilanovic, setzt immer wieder „Ausrufzeichen.“

HSG-Trainer Daniel Eblen.
HSG-Trainer Daniel Eblen. | Bild: Peter Pisa

Gegen Hüttenberg hatte Dormagen zuletzt das Nachsehen – nun wird, wie bei Lübbecke vor dem Spiel gegen die HSG, eine Reaktion gefordert. „Wir haben großen Respekt vor Konstanz. Ich erwarte ein schwieriges Spiel – wie jedes Spiel in der 2. Bundesliga“, sagt Dormagens Coach und: „Der Kader sieht gut aus.“

Auswärtsniederlage abhaken

Bei den Konstanzern hieß es, das Erlebnis aus Lübbecke aus den Gedanken zu bekommen. „Das muss man abhaken und schnell nach vorne sehen“, sagt Daniel Eblen, zumal die Aufgabe gegen Dormagen nicht leichter wird. Dafür spricht vor allem die Leistung des 23-jährigen Linkshänders André Meuser, der aus Rostock kam. Mit 2,07 Metern und 103 Saisontoren überragt er alle seine Mitspieler und hat zudem schon 48 Assists aufgelegt – Bestwert beim Ex-Erstligisten, der viele eigenen Talente in der ersten Mannschaft aufbietet.

Das könnte Sie auch interessieren

Er fehlte zuletzt über weite Strecken gegen Hüttenberg, soll nun aber wieder eingreifen. Eblen: „Sie spielen eine großartige Saison. Meuser halte ich mit für den most improved player, einen derjenigen Akteure, die sich am meisten verbessert haben.“ Eblen attestiert Dormagen eine stabile Abwehr, aus der es „zügig nach vorne geht. Sie sind dabei sehr variabel und ihre Torerfolge auf alle Positionen verteilt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Insofern kommt es auf für die Gastgeber wie schon gegen Bietigheim (27:23) auf die Entschlossenheit und Zuversicht in den Aktionen an. Etwas, das nach frei vergebenen Chancen und Fehlern in Lübbecke schnell verloren ging. „Auch nach missglückten Aktionen und in schlechten Phasen müssen wir zuversichtlich bleiben und entschlossen an die Sache herangehen“, fordert der 46-Jährige, der Dormagen zu den besten Teams der Liga zählt.

Deshalb wolle man auf sich sehen und an die guten Leistungen in eigener Halle anknüpfen. Die Gäste aus Westdeutschland reisen indes mit Selbstvertrauen an den Bodensee, das wird in den Worten von Bilanovic deutlich: „Konstanz hat die Hälfte der bisherigen zwölf Heimspiele gewonnen. Wir wissen, zu was die Mannschaft in der Lage ist und ich gehe davon aus, dass es ein enges Spiel wird mit einem besseren Ende für uns als in der letzten Saison.“ Damals feierten die Konstanzer einen 31:28-Erfolg. Ein ähnliches Resultat wäre für die HSG immens wichtig.