2. Bundesliga: TGM Mainz-Gonsenheim – TSV Mimmenhausen 0:3. – Der TSV Mimmenhausen ist ohne Rostansatz an der Volleyballmaschine aus der langen Weihnachtspause in die zweite Saisonhälfte gestartet. Obwohl die Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel auf zwei wichtige Akteure, Federico Cipollone und Jonas Hofmann, hatte verzichten müssen, setzte sich der Tabellenführer im ersten Spiel des neuen Jahres wie geschmiert durch.

Beim 25:19, 25:14 und 25:19 wurden die Gäste vom Bodensee allerdings von einem Gastgeber tatkräftig unterstützt, der coronabedingt sein erstes Punktspiel nach einer zweimonatigen Zwangspause austrug, und wohl auch deshalb sein Können nicht fehlerfrei abrufen konnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Auf der anderen Seite aber hat zum klaren Resultat in erheblichem Maße beigetragen, dass der TSV trotz ersatzgeschwächter Aufstellung kaum Fehler machte. „Am meisten freut mich“, lobt Pampel“, „dass die Mannschaft unter diesen Voraussetzungen so gut gespielt hat. Das rechne ich ihr hoch an.“

Kapitän Michael Diwersy etwa, die Cipollone-Vertretung. „Er war echt gut, auch in den Situationen, in denen die Annahme mal nicht so optimal war.“ Seine Zuspiele sorgten für durchschlagskräftige Angreifer. Nur ganz wenige Bälle konnte Mainz-Gonsenheim im Spiel halten. Meist gingen auch die längeren Ballwechsel an den Favoriten. Egal, wen Diwersy anspielte, Pampel, Ott, Streibl oder Birkenberg: Sie machten einen Punkt nach dem anderen.

Fehlerfreier Auftritt im zweiten Satz

Vor allem im zweiten Durchgang, in dem die Hausherren mächtig unter die Räder gerieten. Meist lagen Libero Hendrik Diwersy, der Cousin von Michael Diwersy, und seine Kollegen zwischen sieben und zehn Punkten zurück, und sie waren nach einer beinahe fehlerfreien Mimmenhauser Fahrt sehr weit von der Ziellinie entfernt (14:25).

Oftmals hatten die Volleyballer vom Bodensee nach solch einer souveränen Vorstellung Probleme, den Fuß auf dem Gaspedal zu halten. Nicht am Samstag. Eine überaus positive Rolle spielte, wie in den Durchgängen zuvor schon, Heiko Schlag. Der Mann, der für Hoffmann auf der Platte stand, hatte einen echten Sahnetag erwischt.

Das könnte Sie auch interessieren

„Sein größter Verdienst“ lobt Pampel: „Er hat die Annahme auf einer großen Spielfläche stabil gehalten.“ Mit Aufschlägen, am Netz und in der Feldabwehr stets präsent, verkörperte er einen hellwachen TSV, der in den vier Wochen Pause nichts von seinem Können eingebüßt zu haben schien.

Zwar hatte Mainz jetzt eine gute Aufstellung gefunden, war der dritte Durchgang umkämpft. Am glatten 3:0 ließen die Mimmenhauser aber keinen Zweifel aufkommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Lohn für die souveräne Vorstellung: drei Punkte, der 13. Sieg im 13. Saisonspiel – und die Goldmedaille für Heiko Schlag als MVP. Tolle Gründe für riesigen Jubel nach dem Schlusspfiff.

TSV Mimmenhausen: Schlag (MVP), Streibl, Diwersy (Waldinger im Block), Ott, Birkenberg, Pampel, Müller (L).