Handball, 3. Liga: TuS Fürstenfeldbruck – HSG Konstanz (Samstag, 19.30 Uhr, Wittelsbacher-Halle). – Was für ein Drehbuch: Die beiden Zweitliga-Absteiger, die zwei noch punktverlustfreien Mannschaften, treffen am vorletzten Spieltag der Hinrunde im Topspiel aufeinander.

Wittelsbacher-Halle restlos ausverkauft

Erstmals in der Geschichte des TuS Fürstenfeldbruck war die kleine, enge Wittelsbacher-Halle zwei Tage vor einem Spiel restlos ausverkauft. Ihren Anteil daran haben auch die HSG-Fans, die mit einem Fanbus dabei sein werden. Zu sehen bekommen werden sie höchstwahrscheinlich ein packendes Handballspiel, das eng bis zur letzten Sekunde sein dürfte.

So war es in den letzten drei Begegnungen stets. Das letzte konnte die HSG Konstanz im letzten Vorbereitungsspiel im Sommer mit 30:29 für sich entscheiden. Seitdem sind beide Teams mit neun Siegen in neun Spielen souverän durch die Liga marschiert und stehen auf den ersten beiden Rängen, die am Ende der Vorrunde zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen.

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„Wir sind heiß auf so ein Spiel“, sagt Jörg Lützelberger. „Da ist jedes Wehwehchen vergessen.“ Der Headcoach macht sich nach dem spielfreien Wochenende daher keine Gedanken um den Rhythmus. „Alles war wie vorher im Training“, erzählt er.

Großer Schritt Richtung Aufstiegsrunde?

Bei den Gastgebern ist davon auszugehen, dass sie wieder auf einen deutlich größeren Kader als in den Wochen zuvor zurückgreifen können. Konstanz muss seinerseits weiter auf Carlos Marquis, Christos Erifopoulos und Moritz Ebert verzichten. Lützelberger sieht sein Team mit dem Vertrauen in die eigene Stärke in einer komfortablen Lage: „Wir können einen riesigen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen.“

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Beide Teams mit 3:2:1-Deckung

Interessant dürfte nun der direkte Vergleich der Mannschaften werden, die beide sehr erfolgreich auf eine 3:2:1-Deckung setzen. Unterschiede tun sich jedoch beim Blick auf das spielende Personal auf.

Während man in der Torschützenliste paradoxerweise bei der offensivstärksten Mannschaft der Liga suchen muss, bis man Lukas Köder als Konstanzer Top-Torschützen mit 45 Treffern auf Platz 14 findet, stehen die Brucker Torjäger ganz oben.

Zwei Top-Torjäger

Yannick Engelmann belegt Rang eins mit 78 Treffern, Max Horner dahinter mit 73. Bislang fokussierte sich im Spiel der Südbayern viel auf diese beiden starken Individualisten, aber auch das Spiel an den Kreis verstehen sie hervorragend. „Sie haben einen sehr hohen Standard in der Defensive, im Tempospiel und im Angriff. Das ist eine starke Mannschaft.“ Für den Ex-Bundesligaprofi wird die Partie ein „Festtag mit Vollgas-Handball und fantastischer Stimmung von beiden Fanlagern, auf den sich jeder freut.“