2. Volleyball-Bundesliga: TV/DJK Hammelburg – TSV Mimmenhausen 2:3 (28:26, 20:25, 25:18, 17:25 und 9:15). – Mimmenhausen bleibt auch im siebten Saisonspiel ungeschlagen. Beim selbst ernannten Meisterschaftsanwärter setzte sich die Mannschaft von Kapitän Michael Diwersy, der Steller musste am Samstag durchspielen, mit 26:28, 25:20, 18:25, 25:17 und 15:9 vor 151 Zuschauern in einer Stunde und 47 Minuten durch.

Souveräne Volleyballer vom Bodensee

„Punkt, Punkt, Doppelpunkt!“, skandierte die Mimmenhauser Auswechselbank laut und selbstbewusst, da stand es 13:7 in der Saaletalhalle. Wer sich nur den Tiebreak im Livestream angesehen hatte, der fragte sich schon, warum der TSV überhaupt hatte in den Entscheidungssatz gehen müssen. Sehr souverän wirkten die Volleyballer vom See, Hammelburg dagegen flatterten die Nerven. Sechs Eigenfehler steuerte es zum 15:9 und 3:2 des Kontrahenten bei. In einem Spiel mit Höhen und Tiefen für beide Seiten.

Unglückliches 26:28 schnell weggesteckt

Zunächst einmal hatten die Blau-Gelben den unglücklichen Ausgang des ersten Satzes zu verarbeiten, in dem sie zwei Satzbälle nicht nutzen konnten. „Das 26:28 haben wir gut weggesteckt“, sagt Spielertrainer Christian Pampel, „weil wir gut gespielt hatten.“ Hammelburg eben auch, fügt er an. „Also war das völlig okay.“

Mimmenhausen hält sein Niveau

Während Mimmenhausen sein Niveau nach dem Seitenwechsel halten konnte, legte der Gastgeber eine kleine Pause ein. Die nutzte der Tabellenführer mit einem ungefährdeten 25:20 zum Satzausgleich. Das Mimmenhauser Minimalziel, bloß nicht 0:3 verlieren, war erreicht. Sollte ein Fan aber erst im dritten Satz in den Livestream eingestiegen sein, hätte er Schlimmes befürchten müssen.

Im Aufschlaggewitter untergegangen

„Das sind wir untergegangen!“, nimmt Pampel kein Blatt vor den Mund, ging über Mimmenhausen ein Hammelburger Aufschlaggewitter nieder, das sich gewaschen hatte. Vor allem Lorenz Karlitzek haute der TSV-Annahme die Bälle stellenweise um die Ohren. Nicht verwunderlich deshalb, dass der TSV den einseitigen Schlagabtausch deutlich 18:25 verlor.

Drei Minuten Zeit für Pampel & Co.

Drei Minuten Zeit hatten Pampel & Co. in der Satzpause, dann musste eine handfeste Antwort auf diese Gastgeberattacken gefunden sein. Mimmenhausen fand sie, krempelte die Ärmel hoch, positionierte die Annahme etwas um. Und Hammelburg? Produzierte mit seinen Aufschlägen nun mehr „Eimer“ als Asse, musste den Kontrahenten ziehen lassen und verlor den Satz klar mit 17:25. Hammelburgs hohes Risiko zahlte sich auch danach nicht aus, sorgte mit vielen Eigenfehlern für klare Verhältnisse im Tiebreak.

Spieler machten ihre Sache gut

„Finde ich gut“, freut sich Pampel, „dass derzeit keine Mannschaft uns schlagen kann.“ Nicht einmal dann, wenn der erste Zuspieler Federico Cipollone verletzt ist. “Michael Diwersy hat das sehr gut gemacht“, lobt ihn Christian Pampel, der zum MVP gewählt wurde. Eine Auszeichnung, die auch Lukas Ott und Jonas Hoffmann hätten erhalten können, sagt Pampel. „Sie hatten ein paar tolle Bälle.“ Aber auch Benedikt Waldinger, eigentlich Diagonalangreifer, war zur Stelle, wann immer er eingewechselt wurde, um den Mimmenhauser Block größenmäßig zu verstärken.

TSV Mimmenhausen: Birkenberg, M. Diwersy, Ott, Streibl (4. und 5. Satz Becker), Pampel (MVP), Hoffmann, Waldinger, Pilihaci, Müller (beide Libero).

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