Frauenhandball, 3. Liga: SV Allensbach – TuS Steißlingen (Sonntag, 16 Uhr, Riesenberghalle). – Zum dritten Heimspiel empfangen die Drittliga-Handballerinnen des SV Allensbach den TuS Steißlingen zum Südbaden-Derby. Die Steißlingerinnen stiegen zur aktuellen Spielzeit aus der Oberliga auf und haben in den ersten Spielen bewiesen, dass sie in der 3. Liga angekommen sind.

Nach dem Auftaktsieg gegen Erlangen (32:22) verloren die Hegauerinnen zwar in Würm-Mitte (24:29). Anschließend fügten sie jedoch Gröbenzell die erste Niederlage zu (32:29) und unterlagen auch dem Spitzenteam aus Haunstetten nur knapp (28:29). Bisher zeichnet das Team von Sascha Spoo und Hans-Peter Lüttin vor allem die offensive Abwehr, das Spiel über die Kreisläuferinnen sowie die individuelle Klasse von Kim Espinosa und Selina Röh aus.

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Für den SVA ist klar, dass er den TuS nicht auf die leichte Schulter nehmen wird. Allensbach selbst kann ebenfalls mit breiter Brust in die Partie gehen. Vor der zweiwöchigen Spielpause gewann das Team von Sandra Reichmann und Oliver Lebherz gegen den HC Erlangen (31:21) und testete in der Zwischenzeit noch erfolgreich gegen den HSC Kreuzlingen (23:22).

TuS steht auf Platz sieben

Kreisläuferin Kimberly Gisa und Torhüterin Joelle Arno sind wieder zum Team gestoßen. Gisa war mit der U20-Nationlmannschaft zum Lehrgang in Hennef. Arno weilte mit ihrem Beachhandball-Team, den „Minga Turtles Ismaning“ beim EHF Champions Cup und holte dort Bronze. Zudem wurde sie als beste Torfrau ausgezeichnet. Das Trainerteam kann aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Giulia Lützkendorf und Lara Seemann werden beim Südbadenliga-Team zum Einsatz kommen.

Aus Sicht des TuS Steißlingen geht der SVA als langjähriges Mitglied der dritten Liga als haushoher Favorit in die Begegnung. Auch der Start in die neue Spielzeit verlief aus Sicht des SVA vielversprechend. Allensbach steht mit 6:2 Punkten gut da und wird alles daran setzen, Steißlingen in eigener Halle auf Distanz zu halten.

Auf Steißlinger Seite kann man sich hingegen entspannt auf die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison begeben. Mit 4:4 Punkten steht der TuS auf Platz sieben, wobei mit ein bisschen mehr Glück und Abgezocktheit sogar mehr drin gewesen wäre.

Gerade gegen den TSV Haunstetten zeigten die Blau-Weißen eine starke Leistung und führten fast 45 Minuten, ehe man sich noch geschlagen geben musste. Zudem legte man Protest ein, wurde ein Tor im ersten Abschnitt nicht gegeben. Der Entscheid des DHB steht noch aus.

Derby vor Zuschauern

Verlassen kann sich der TuS auf sein Gegenstoßspiel und den Positionsangriff. Der Wert von exakt 29 Toren pro Spiel spricht eine eindeutige Sprache. Neben den beiden Langzeitverletzten Kerstin Lang und Sarina Müller stehen Trainer Sascha Spoo nahezu alle Spielerinnen zur Verfügung. Lediglich Gina Wöhr könnte ausfallen. „Es ist natürlich für uns alle ein Riesen-Highlight und ganz klar der bisherige Höhepunkt in dieser Saison. Wir werden versuchen, den großen Favoriten möglichst lange zu ärgern“ sagt Spoo. Zuschauer sind mit 3G-Nachweis erlaubt. (asp/mw)