So lief die Vorbereitung

Mit den Testspielergebnissen könne er gut leben, sagt der Pfullendorfer Trainer Adnan Sijaric. Hilfreich sei es gewesen, dass man bei den ersten Lockerungen nach der Coronapause sofort aktiv geworden sei und sich ein gutes körperliches Gerüst habe antrainieren können.

Mehr Erfolg und mehr Durchschlagskraft hätte sich der SCP-Coach im Pokal gewünscht. Doch selbst beim Aus in der zweiten Runde beim Oberligisten in Rielasingen (0:2) habe er sein Team spielerisch nicht schlechter gesehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Das stimmt positiv

Der 43-jährige Coach lobt die gute Mentalität in seiner Truppe, vor allem imponieren ihm Trainingsfleiß und Intensität. Auch die ausgeglichene Altersstruktur zwischen jungen und erfahrenen Spielern stimmt ihn zuversichtlich. „Wir sind gern zusammen“, spricht Sijaric von einer angenehmen Atmosphäre, die in seiner Mannschaft vorherrscht. Jetzt müsse zum gewissen Talent noch die nötige Abgezocktheit hinzukommen.

Das sind die Baustellen

„Wir müssen im letzten Drittel mehr Zielstrebigkeit an den Tag legen“, sagt Adnan Sijaric nach reiflicher Überlegung. Schließlich hatte seine Elf in der Vorsaison oftmals auswärts besser gespielt, als es die Resultate am Ende vorgaben.

So hat sich der Kader verändert

Der Kader umfasst 24 Spieler und drei Torleute. Es wurden vor allem entwicklungsfähige Zugänge akquiriert. Dazu zählen auch Süleyman Karacan (Innenverteidiger vom 1. FC Rielasingen-Arlen) und Außenverteidiger Christian Neumeier (SC Lahr), die über die Winterpause wegen des coronabedingten Saisonabbruchs bis dato nicht zum Zuge gekommen waren.

Weitere externe Zugänge mit Hauptaugenmerk im Offensivbereich sind Flügelspieler Leon Notz (FC Schaffhausen), der quirlige, offensive Flügelmann Omar Bun Ceesay (SC Markdorf) und Flügelstürmer Andres Hermanutz (FC Zürich). Der auch als Innenverteidiger verwendbare Bartosz Broniszewski (FV Ravensburg) könnte ebenso als zentraler Taktgeber im Mittelfeld für Qualität im vorderen Bereich sorgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Den bisher fehlenden Typ Marke „eiskalter Vollstrecker“ hofft der Sportclub in Rückkehrer Silvio Battaglia (1. FC Rielasingen-Arlen) gefunden zu haben, der Stürmer leidet zurzeit noch unter muskulären Problemen. Hinzu kommen die eigenen Nachwuchskräfte Haris Melunovic, Eric Dehne und Jan Konrad: Sie sollen als Perspektivspieler auch die zur U 21 umfunktionierte zweite Garnitur stärken, die in der Kreisliga A ein Wörtchen im Titelkampf mitreden soll.

Vier Akteure haben den Verein verlassen: Sandro Caltabiano (TSV Berg), Samuel Fischer (FV Walbertsweiler-Rengetsweiler), Lukas Stützle (SV Hohentengen) und Frank Stark (FC Kreuzlingen).

Das ist das Saisonziel

Der SCP wirkt gefestigter als im Vorjahr, müsse aber auf wichtigen Positionen im Tor, vor der Abwehr und im Sturm frei von Verletzungssorgen bleiben. Trainer Adnan Sijaric sagt selbstbewusst und ambitioniert: „Wir wollen unter den ersten Fünf landen.“ So gilt es für die Pfullendorfer gleich vom Start weg beim FC Denzlingen (am Sonntag, 17 Uhr) dreifach zu punkten.

Mittelfristig wird im Oberen Linzgau wieder die Oberliga angepeilt. Als schärfste Konkurrenten sieht Sijaric in der Verbandsliga den Offenburger FV, den Kehler FV, SV Weil und SC Lahr.