Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Volley YoungStars Friedrichshafen 3:0 (25:15, 25:23, 25:18). – TSV Mimmenhausen – GSVE Delitzsch 2:3 (25:17, 25:15, 22:25, 16:25, 13:15). – Den ersten Teil der Wochenendaufgaben erledigte der TSV standesgemäß, nachdem er lange auf seinen Gegner hatte warten müssen. Teile der YoungStars waren im Friedrichshafener Schneechaos festgesteckt, hatten für die knapp 25 Kilometer mehr als zwei Stunden Fahrt benötigt. Auftrag Nummer 2, gegen den Tabellensiebten ebenfalls punkten, pumpte mehr Adrenalin in die Adern von Christian Pampel und seinen Spielern. Während Pampel „einigen Bälle im dritten Satz“ nachtrauerte, sah GSVE-Coach Benedikt Bauer einen „verdienten Sieg, der ein wenig glücklich“ zustande gekommen sei.

Mimmenhausen gelingt perfekter Start

Pampel, Cipollone, Hoffmann, MVP Jalowietzki, Streibl, am Ende von Birkenberg ersetzt, Zippel und Libero Reusch begannen in der Aufstellung wie gegen die YoungStars, und ähnlich erfolgreich. Weil Delitzsch sein Visier noch nicht justiert hatte. Zum 10:5-Zwischenstand hatte Mimmenhausen gerade mal fünf Punkte selbst beigesteuert. Die GSVE-Fehlerquote minderte sich im Verlauf des ersten Satzes zwar, aber die Gastgeber sorgten mit viel Selbstsicherheit, druckvollen Aufschlägen und Angriffen für einen klares 25:17.

Auch Satz Nummer zwei geht an den TSV

Für Breakbälle sorgte die Feldabwehr auch nach dem ersten Wechsel. Die wurden souverän genutzt. Zunächst aber bissen sich die Delitzscher Angreifer am TSV-Block die Zähne aus. Weder die erste Auszeit (1:4) noch die zweite (5:10) von Benedikt Bauer (“Wir haben wohl in Friedrichshafen zu gut gegessen und geschlafen“) änderte aber etwas am klaren Spielverlauf. Da stand ein ganz anderer TSV auf dem Spielfeld als jener, der zuletzt für wenig fröhliche Momente gesorgt hatte. „Und auch der zweite Satz geht an Mimmenhausen“, verkündete Hallensprecher Max Strakerjahn lautstark. Mit 25:15 auch der eine Klatsche für Delitzsch.

Delitzsch verhindert schnelles Spielende

Mimmenhausen hielt trotz der klaren Resultate die Konzentration, gegen Delitzscher, die mit dem Rücken zur Wand nun plötzlich ins Spiel fanden. So einfach wie bisher gingen die Punkte nicht mehr an die Gastgeber. Eine echte Herausforderung für den TSV, der plötzlich seine Souveränität verlor. Jetzt wurde es echt spannend. Weil Mimmenhausen sich wehrte, gegen die eigenen Nervosität und den jetzt vor allem über die Mitte sehr starken Gegner. Der verhinderte mit dem 25:22 das schnelle Spielende. „Wir waren bei zwei oder drei Bällen etwas bewegungsfaul“, kommentierte Christian Pampel enttäuscht, dass es nicht zum 3:0 gereicht hatte.

Cipollone verletzt sich

Vierter Satz also. Und trotzdem drei Punkte für Mimmenhausen, das war die Frage. Die musste Philipp Hornung beantworten. Er kam für den humpelnden Cipollone ins Team. Delitzsch hatte nun ordentlich Oberwasser, der Gastgeber viel Mühe mit sich und dem Sportgerät. Der Wind hatte sich gedreht, blies den Hausherren eiskalt ins Gesicht. Die Enttäuschung, so kurz vor der Ziellinie mit dem 16:25 brutal ausgebremst worden zu sein, saß tief. Delitzsch habe seine Annahme gehalten und daraus seine schnelle Mitte effektiv eingesetzt, kennt Christian Pampel einen der Gründe für die knappe Niederlage.

Unglaublich spannendes Ringen um jeden einzelnen Punkt

Mit Cipollone, trotz Leistenbeschwerden, versuchte Mimmenhausen im Tiebreak wenigstens noch zwei Punkte zu sichern. Das megaspannende, unglaubliche Ringen um jeden einzelnen Punkt in der BZ-Arena aber gewann am Ende das glücklichere Delitzsch mit 15:13, das trotz der vielen Fehlaufschläge vor allem über die Mitte für den Erfolg gesorgt hatte.

TSV Mimmenhausen: Streibl (Birkenberg), Pampel, Hofmann, Jalowietzki (MVP), Zippel, Cipollone, Reusch.