Herr Köder, das war sicher eine hochemotionale Rückkehr nach Oppenweiler. Das Spiel war sehr intensiv und dann hatten Sie noch einige Schlüsselmomente.

Ich habe mir vor dem Spiel gesagt, dass es schon irgendwie laufen wird und sehe zu, dass ich das Ganze nicht so sehr an mich heranlasse. Aber es ist schon emotional. Dass es für mich dann so gut gelaufen ist und vor allem für uns als Team, was mich noch viel mehr freut, ist ein riesiges Geschenk. Dass man beim Ex-Verein so abliefern und sich so verabschieden kann, weil das bislang aufgrund des damaligen Corona-Saisonabbruchs nicht ging, macht mich sehr glücklich.

Das Match stand jedoch bis zuletzt auf des Messers Schneide.

Es war eine absolute Achterbahn der Gefühle und hat wirklich Spaß gemacht. Da sieht man, was wir für eine Mannschaft sind und auch solch enge Spiele für uns entscheiden können.

Wie groß war die Freude nach dem Sieg? Schließlich sprach in den letzten Minuten alles für Oppenweiler/Backnang.

Wir hatten ab Minute 50 ein paar unglückliche Aktionen. Ich werfe einen Siebenmeter am Tor vorbei, weil mir der Ball aus der Hand rutscht. Auf fast allen Positionen haben wir Würfe ausgelassen. Das hat sich summiert, während Openweiler/Backnang gar keine Fehler mehr gemacht hat. Dann wurde es eng. Wie wir damit umgegangen sind, zeichnet uns aus und ist einfach geil.

Es war der 13. Sieg im 13. Spiel. Die letzte Partie des Jahres steigt am Samstag gegen Neuhausen. War der Erfolg in einem schweren Auswärtsspiel noch ein Zeichen für gewachsene Stabilität?

Mit Sicherheit. Wir wollen in jedem Spiel zusammen Spaß haben. Wenn man dann zusammen solch knappe Spiele gewinnt, schweißt das unglaublich zusammen. Daran sieht man, dass jeder von uns Bock darauf hat und sich für die Mannschaft zerreißt. Deswegen haben wir keinen Punkt abgegeben und nicht verloren. Das wollen wir am Samstag noch mal unseren Fans zeigen.

Fragen: Andreas Joas