2. Bundesliga: TuS Fürstenfeldbruck – HSG Konstanz 26:25 (15:11). – Spiele in Fürstenfeldbruck sind bitterste Erlebnisse für die HSG Konstanz. War es 2018 der mit Harz nach Ablauf der Spielzeit im Toreck steckende Ball und versagte Punkt, scheitere die arg dezimierte Mannschaft diesmal trotz furioser Aufholjagd mit dem letzten Wurf wie damals von Tom Wolf an Keeper Luderschmid und schon wieder der Latte. Fürstenfeldbruck feierte damit den dritten Heimsieg in Folge.

Die schlechten Nachrichten der Konstanzer begannen schon vor dem Spiel. Fabian Schlaich, Joschua Braun und Felix Jaeger – zumindest auf der Bank – fielen aus, dazu musste auch Peter Schramm passen. Hinzu kam, dass Kapitän Tom Wolf mit seiner vor einer Woche genähten linken Hand nur phasenweise im Angriff spielen konnte, bald nur noch für Siebenmeter kam. Somit war der komplette Innenblock gesprengt und die HSG versuchte es mit einer 5:1-Formation.

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Dies funktionierte zu Beginn überhaupt nicht. Der TuS spielte frech, effektiv und führte nach 20 Minuten mit 12:6. Begünstigt durch gleich vier Zeitstrafen gegen die Gäste in den ersten knapp 22 Minuten sowie haarsträubende Fehler, ohne die Ideen und die Durchschlagskraft von Schramm und Wolf trafen die Bayern immer wieder einfach über den Gegenstoß oder ins leere Tor.

Durch die fehlende Stabilität in der Deckung kamen zudem die Torhüter Michael Haßferter oder Maximilian Wolf nicht ins Spiel. „Es hat immer der Schritt gefehlt“, ärgerte sich HSG-Trainer Daniel Eblen. „Ständig in Unterzahl wird es auch schwierig, wir sind ganz schwer ins Spiel gekommen.“

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Einer der wenigen Lichtblicke war Fynn Beckmann, der mit seinem Eins-gegen-Eins immer wieder die Lücke fand. Insgesamt war die erste Hälfte jedoch aus Konstanzer Sicht schwer zu ertragen.

Ganz anders nach dem Seitenwechsel. Die HSG kam entschlossen aus der Kabine und setzte mit dem siebten Feldspieler im Angriff Akzente gegen die ungewohnte Defensive des Gegners. In den letzten 24 Minuten ließen die Gelb-Blauen lediglich noch sechs Gegentore zu, in den letzten zehn gar nur noch ein einziges.

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Doch Konstanz traf weiter den Pfosten von außen, scheiterte im Gegenstoß frei an Luderschmid oder setzte einen Wurf neben das leere Tor. Nach 55 Minuten stellte Matthias Hild den Anschluss her – Möglichkeiten wären schon deutlich früher vorhanden gewesen. Wieder Hild traf zum 25:25 (58.). Das Spiel schien zu kippen.

Bis der überragende Falk Kolodziej antrat den Ball mit seinem zehnten Tor zum 26:25 versenkte. 29 Sekunden blieben der HSG Konstanz nach einer Auszeit noch für den letzten Angriff. Wieder ein Drama bis zur letzten Sekunde – wieder mit dem Happy End für den TuS Fürstenfeldbruck. Der schwer angeschlagene Tom Wolf nahm sich den letzten Wurf, doch fand seinen Meister in Torhüter Luderschmid und der Latte.

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Ein ganz bitterer Schlusspunkt für die Gäste. Tief enttäuscht bekannte Trainer Eblen, dass „wir es nicht auf die Anzeigetafel bringen, dass wir besser im Spiel und entschlossener waren. Es fehlte die Effektivität bei den klaren Möglichkeiten. Da wäre mehr drin gewesen.“

HSG Konstanz: M. Wolf, Haßferter, Ebert (Tor); Stotz (1), Czako, Jaeger, Hild (5), T. Wolf (5/4), Dangers (3), Krüger, Maier-Hasselmann (1), Beckmann (6), Jud (2), Wendel (2), Knezevic, Mittendorf.