Volleyball, 2. Bundesliga: GSVE Delitzsch – TSV Mimmenhausen (Samstag, 19 Uhr, Artur-Becker-Sporthalle). – Der erste Schritt in die neue Saison ist dem TSV Mimmenhausen gelungen, mit einem doch eher mühelosen 3:0 über Dresden vergangene Woche. Mehr aber auch nicht. Das weiß Spielertrainer Christian Pampel. Probleme entstünden daraus aber nicht, sagt er. Seine ob des überraschend souveränen Starts möglicherweise euphorisierten Spieler müsse er auch nicht wieder einfangen. „Die sind alle kritisch genug“, sagt er. „Uns allen ist bewusst, dass trotz des klaren Resultats noch lange nicht alles super gelaufen ist.“

Ein paar Auffälligkeiten beim TSV Mimmenhausen

Am auffälligsten vergangenen Samstag war ohne Zweifel die noch harzende Abstimmung im Annahmeriegel. Wer welchen Ball in welcher Zone annimmt, schien den Spielern im hitzigen Eifer des Gefechtes nicht immer so klar. Das führte dazu, dass sich die blau-gelben Spieler zeitweise selbst im Wege gestanden waren. Unter dem „guten Druck des Dresdener Aufschlags“ (Pampel) hatte die Mimmenhauser Annahme auch nicht immer stand halten können. Unstimmigkeiten, wiewohl nicht so deutlich sichtbar, gab es nicht zuletzt zwischen Zuspieler Federico Cipollone und seinen Angreifern. Nur über die Mitte, da lief alles wie am Schnürchen. Konsequenzen hatten diese Mankos keine. Dresden konnte kein Kapital aus den Unzulänglichkeiten der Gastgeber schlagen.

Probleme werden angegangen, nicht alle lassen sich sofort lösen

„Das gehen wir alles an“, verspricht Christian Pampel. Macht aber gleichzeitig deutlich, dass diese Probleme nicht alle auf einmal und schon gar nicht in kürzester Zeit behoben werden können. Eher zügig, so der Spielertrainer in seiner Analyse, bekämen die TSV-Spieler die Automatismen in ihr Spiel. Da passiere viel in einer Woche, vertraut er auf die sportliche Intelligenz von Kapitän Cipollone & Crew. Übereinander fallende Annahmespieler zumindest wird es deshalb in Delitzsch wohl eher nicht zu bestaunen geben. Da ist sich Pampel ziemlich sicher: „Wir sind eine gute Mannschaft.“ Und gute Mannschaften lernen schnell.

Delitzsch überzeugt trotz hohem Aderlass in Karlsruhe

Da sollte der TSV Mimmenhausen tunlichst auch. Delitzsch hat in der ersten Partie der neuen Punkterunde durchaus überzeugen können. Trotz der 1:3-Niederlage beim Meisterschaftsfavoriten und Titelverteidiger Baden Volleys SSC Karlsruhe. Trotz des enormen Aderlasses am Ende der vergangenen Saison. Gleich sieben Volleyballer haben den Klub verlassen. Die Sachsen müssen zum Beispiel Felipe Pardini Glaser ersetzen. Der Abgang des brasilianischen Zuspielers aus beruflichen Gründen ist ein herber Verlust.

Delitzsch hat zwei neue Zuspieler

Das bringt Pampel in gewissen Zugzwang. „Delitzsch hat zwei neue Zuspieler“, verdeutlicht der TSV-Spielertrainer das Mimmenhauser „Problem“. Justus Baehr war in der Starting Six in Karlsruhe, Ole Schröter wurde zweimal eingewechselt. „Die muss ich erst einmal lesen“, sagt Christian Pampel. Videos vom Spiel in Karlsruhe helfen ihm, eine Erfolg versprechende Taktik zu entwickeln. Denn die Mannschaft von Trainer Benedikt Bauer hat zwar eine ordentliche Portion Spieler verloren, aber den Stamm im Großen und Ganzen gehalten. Über die Mitte (Pampel: “gut und effektiv“) wird viel laufen beim Gymnasialer Sportverein Ehrenberg, der zu Peter Miersch mit Florian Lüddemann einen weiteren guten Diagonalangreifer (von den L.E. Volleys Leipzig) verpflichtet hat.

Trotzdem freut sich Mimmenhausen aufs erste Auswärtsspiel

Ein paar gute Gründe für den TSV Mimmenhausen, sich nicht zu sicher zu fühlen, trotz des überraschend guten Auftakts, Ungenauigkeiten aus dem ersten Spiel flott auszumerzen. Gelingt das, dann wird nicht nur die Reise nach Sachsen – „auf die erste Auswärtsfahrt freuen wir uns sehr“, sagt Pampel -, sondern auch die Rückkehr an den Bodensee zum Freudenfest.