Kunstradsport: Ihren ersten Start in der U-19-Klasse hatten sich Eva und Lena Streit (RMSV Orsingen) natürlich anders vorgestellt. Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass der RV Empfingen die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Junioren und die erste Runde des BW-Cups mit einem strengen Hygienekonzept durchführen musste. Ohne Zuschauer, Anreise in Sportkleidung, abgeklebte Bereiche, in denen sich die Sportler aufhalten durften, keine Siegerehrung. Startberechtigt waren nur Landes- und Bundeskader-Mitglieder. „Das war der kürzeste Wettkampf, den wir bisher hatten“, so Lena Streit.

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Auch wenn nicht alles so klappte, wie sie gehofft hatten, konnten sie mit ihrem Start in der höheren Altersklasse zufrieden sein. 94,52 Punkte bedeuteten Platz drei, nur 1,14 Punkte fehlten auf Rang zwei. Die beiden Orsinger begannen auf zwei Rädern sehr gekonnt, wenn auch leicht nervös. Ein Doppelsturz verunsicherte die beiden etwas. Nach der nächsten Übung kam es zu einem weiteren Absteiger. Die Übungen auf zwei Rädern waren nicht ganz gleichmäßig, auf einem Rad klappten die acht Übungen aber prima. Aber auch bei den beiden anderen Paaren funktionierte noch nicht alles perfekt. „Hier fehlt wohl bei allen Sportlerinnen nach der über einjährigen Wettkampfpause die nötige Routine und Nervenstärke“, so das Resümee der badischen Kunstradkoordinatorin Jennifer Schweizer (Freiburg).

„Wir sind ja ganz am Anfang der Saison“, zog Eva Streit ein zufriedenes Fazit. Beim Junior Masters in Haigerloch am 13. März betreten die beiden Orsinger vollkommenes Neuland. „Dort werden die Karten dann wieder neu gemischt. Bis dahin werden wir dranbleiben und weiter eifrig trainieren“, sagte die Orsingerin.