Laufen geht durch den Magen. Beweise? Die Apfelrunde in Immenstaad. Die 7,6 Kilometer lange Strecke mit 93 Höhenmetern startet und endet am Parkplatz vor der Immenstaader Skateanlage auf dem St.Vinzenz-Pallotti-Weg, direkt neben der B31.

Zum Aufwärmen locker Traben

Aufgrund des breiten Fahrradweges am Startpunkt der Runde bietet es sich an ein kleines Aufwärmprogramm zu absolvieren. Zudem kann man die wärmeren Sachen vorerst anlassen und später dann ins Auto legen oder beim Fahrrad lassen.

Der Streckenverlauf.
Der Streckenverlauf. | Bild: Florian Röser

Um sich aufzuwärmen, macht ein Läufer folgendes: Fünf bis zehn Minuten sehr lockeres Traben, also deutlich langsameres Tempo als später auf der Runde und dann ein paar Lauf-ABC-Übungen, die hier im Video beschrieben werden.

Video: Florian Röser

Diese Übungen dienen der Verbesserung der Koordination und sollen die Laufökonomie weiterentwickeln. Sie werden direkt nach dem Einlaufen gemacht, da hier die Muskulatur zwar schon aufgewärmt, aber noch frisch ist, und die Übungen somit ordentlich durchgeführt werden können.

Saubere Ausführung ist wichtig

Wichtig ist: Eine saubere Ausführung steht bei diesen Übungen vor der Geschwindigkeit oder Wiederholungszahl. Mehr Details zu den Übungen gibt es im Video zu finden.

Gut aufgewärmt startet man dann in Richtung des Schlosses Hersberg, zu dem man nach einer Rechtsabbiegung durch die Unterführung gleich 100 Meter nach dem Parkplatz gelangt. Nach ungefähr 400 Metern geht es an der Abbiegung zur Kupferbergstrasse geradeaus und schon ist man in den Apfelplantagen oberhalb von Immenstaad angelangt.

Äpfel soweit das Auge reicht gibt es bei Florian Rösers Lieblingsstrecke in Immenstaad.
Äpfel soweit das Auge reicht gibt es bei Florian Rösers Lieblingsstrecke in Immenstaad. | Bild: Florian Röser

Diese wird man nun eine ganze Zeit lang nicht mehr verlassen. Kurz vor der ersten Kilometermarke überquert man vorsichtig die Montfortstrasse und ist – gerade jetzt im Herbst – für die nächsten Kilometer damit beschäftigt, sich nicht von den leckeren Äpfeln auf den Plantagen oder den voll behangenen Weinbergen ablenken zu lassen.

Farbenprächtiger Wald

Bis Kilometer 1,6 folgt man einfach dem Weg, dann gelangt man an eine Kreuzung, an der man halblinks auf den Herrenweiherweg abbiegt. Nach 700 Metern verlässt man diesen geradeaus in Richtung Wald. Dieses Teilstück der Strecke – fernab von Äpfeln und Trauben – ist eines der schönsten auf der ganzen Runde. Der Wald erschlägt einen fast mit seiner Farbpracht.

Tipps

Davon abgelenkt sollte man allerdings nicht vergessen, bei Kilometer 3 links abzubiegen, um dann die nächsten 800 Meter einfach dem Weg zu folgen. Kurz nachdem man den Wald wieder verlassen hat, biegt man scharf rechts ab und verlässt den Weg erst bei Kilometer 4,4.

Bild: Florian Röser

Hierzu läuft man links für 700 Meter auf einer unbefahrenen Straße, die Richtung Kippenhausen führt. Kurz vor Erreichen der Ortschaft geht es rechts, nach 200 Metern links und nach weiteren 150 Metern rechts für ein kurzes Stück auf die Kirchberger Strasse. Diese verlässt man nach 200 Metern durch eine Linksabbiegung schon wieder und startet dadurch mit dem Anstieg zum Hohberg.

Der finale Anstieg

Nach ein paar Höhenmetern wechselt die Umgebung nun von Apfelplantagen zu Weinbergen. Für die nächsten 600 Meter folgt man am besten der Wanderbeschilderung für den Hohberg, dann kann nichts schiefgehen. Bei Kilometer 6,3 läutet eine Linksabbiegung den finalen Anstieg ein.

Pause für die Aussicht

Oben angekommen, lohnt es sich, eine kleine Pause einzulegen und die Aussicht auf den See und die Berge zu genießen. Gerade an sonnigen und klaren Tagen ist die Sicht dort oben wirklich überwältigend. An klassischen Herbsttagen hier am Bodensee lässt sich die Sicht auf der Ausblicktafel zumindest etwas nachempfinden und ein Insektenhaus kann dann auch mal ein ganz interessantes Beobachtungsobjekt sein.

Im hinteren Drittel der Runde gibt es ein Insektenhotel zu bestaunen.
Im hinteren Drittel der Runde gibt es ein Insektenhotel zu bestaunen. | Bild: Florian Röser

Gut erholt vom Anstieg auf den Hohberg geht es dann auf den letzten Kilometer der Runde, der hauptsächlich bergab geht. Man läuft den kurzen Schlussanstieg zum Hohberg wieder hinab, dann links – für etwa 400 Meter – und biegt dann rechts auf die Kupferbergstrasse ab.

So kommt man wieder am Schloss Hersberg vorbei und durchläuft dann wieder die Unterführung der B31, um zum Parkplatz bei der Immenstaader Skate-Anlage zurückzugelangen.

Und wer vom Laufen noch nicht genug hat, kann sich noch die Tägerwiler Hügelrunde anschauen.