2. Bundesliga: HSG Konstanz – Dessau-Roßlauer HV (Freitag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Bislang hat sie sich unter Wert verkauft, die HSG Konstanz. Im Heimspiel am Freitag, 20 Uhr, möchten es die Konstanzer gegen den starken Aufsteiger aus Dessau besser machen – wohlwissend, dass sich der Gegner nach zwei Siegen zum Auftakt in einem Hoch befindet.

Die Gastgeber hingegen warten nach dem 21:27 gegen den HC Elbflorenz und dem 23:32 in Hamburg noch auf den ersten Punkt. HSG-Trainer Daniel Eblen hakte die beiden Niederlagen nach der Verarbeitung jedoch ab.

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Nach der Umstellung weg von der Tordifferenz hin zum direkten Vergleich als Entscheidungskriterium bei Punktgleichheit am Ende der Saison, sagt er: „Es kommt für den Klassenerhalt vor allem darauf an, die engen Spiele zu gewinnen.“ In Hamburg war es eng bis zur Roten Karte für Joschua Braun, der auch als Entlastung für den verletzten Tim Jud vorgesehen war, direkt danach folgten zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg.

Das Motto des 46-jährigen Eblen heißt „wegstecken und weitermachen“. Nach einer schwierigen Woche mit einigen Ausfällen muss sich die HSG Konstanz etwas gegen den Dessau-Roßlauer HV einfallen lassen. Der bärenstarke Aufsteiger ist nach nur einem Jahr in der 3. Liga zurück im Unterhaus – und mischt dieses mächtig auf.

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Zunächst mit einem Auswärtssieg in Dormagen, dann mit einem Erfolg gegen Lübeck vor fast 1000 frenetischen Fans. Davon kann die HSG derzeit nur träumen, doch die rund 500 bis 550 zugelassenen Konstanzer Fans werden am Freitag zum wichtigen Faktor.

Schließlich verfügt der Gegner aus Sachsen-Anhalt über die derzeit mit beste Defensive der Liga, die mit Philipp Ambrosius im Tor exzellent harmoniert. Dazu setzt der Keeper seine schnellen Außen mit präzisen Gegenstoßpässen hervorragend in Szene. „Das hat Topniveau“, warnt der Konstanzer Übungsleiter.

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Hier gilt es für die HSG dagegen zu steuern, zumal die Defensive bislang noch nicht zu ihrer gewohnten Sicherheit gefunden hat. „Wir bekommen zu viele Gegentore“, gesteht der HSG-Coach. „Dazu gehören die Torhüter und die Abwehr.“ Und auch die Offensive, die die technischen Fehler möglichst gering halten muss – vor allem gegen einen im Bestrafen solcher Nachlässigkeiten starken Kontrahenten.

So muss Konstanz das, was im Training gut läuft, auf dem Spielfeld beweisen. Damit sind auch die Körpersprache und Aggressivität in der Deckung gemeint. Zu viele Tore musste die HSG trotz Körperkontakts mit dem Gegner hinnehmen. Die Gefühle eines Erfolgs sind den Gastgebern gut in Erinnerung, obwohl der letzte Heimsieg vom 15. Februar datiert. Fast genau auf den Tag acht Monate später ist die Sehnsucht nach diesem Gefühl riesengroß. Die aktuelle Hürde davor allerdings auch.

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