2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mühldorf – TSV Mimmenhausen (Samstag, 17.30 Uhr, Sporthalle Mittelschule). – „Von nichts kommt nichts“, sagt Christian Pampel. Der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen weiß, wovon er spricht. Mit ihm, der seit 2016 die sportlichen Geschicke des kleinen Volleyballklubs am See verantwortet, ist der Sprung in die 2. Bundesliga geglückt. Und jetzt trifft der derzeitige Tabellenzweite (ein Spiel weniger als Spitzenreiter Karlsruhe) auf einen Bruder im Volleyballgeiste.

Erstaunliche Parallelen

Mühldorf hat einen ähnlich erfolgreichen Weg bis ins Lager der Profiklubs hinter sich wie Mimmenhausen. Mit erstaunlichen Parallelen. In der Mimmenhauser Erfolgsgeschichte waren es vor allem die Söhne des ehemaligen Abteilungsleiters Klaus Diwersy, die aus der Bezirks- bis in die 2. Liga marschiert sind. Die Namen der Mühldorfer Akteure lauten Bartsch und Brandstetter.

Spielen echt gut Volleyball

Diagonalangreifer Fabian Bartsch ist der Sohn des Abteilungsleiters, Zuspieler Alexander und Außenangreifer Thomas Brandstetter haben den Teammanager als Vater. Alle drei gehören zu den herausragenden Akteuren des Neulings, der mit zehn Punkten aus sieben Spielen in der neuen Liga angekommen ist. „Mühldorf scheint echt gut Volleyball spielen zu können“, sagt Christian Pampel. Auf ihn wartet noch eine weitere Parallele.

Ein alter Bekannter

Michael „Michi“ Mayer ist ein alter Bekannter. Der Diagonalangreifer gehörte ab Ende der 90er Jahre und bis 2009 zu den besten Hauptangreifern der Bundesliga. Die beiden haben auch ein paar wenige Male gegeneinander gespielt. Unterhaching, Wuppertal, Unterhaching, Noliko Maaseik (belgisches Topteam), Eltmann, TSV Deggendorf und SV Lohhof: die (Profi-)Stationen des 40-jährigen Bayern. Seit 2012 ist Mayer nun Spielertrainer beim oberbayerischen Klub, der am Ende der vergangenen, wegen des Coronavirus abgebrochenen Saison als Tabellenzweiter (Eibelstadt wollte nicht aufsteigen) den Sprung ins Bundesliga-Unterhaus gewagt hatte. Mit Erfolg, wie sich an Hand der bisherigen Resultate belegen lässt.

Schnell und hart spielen

„Sie wollen gerne hart und schnell spielen“, analysiert Pampel die Videos „des jungen, wilden Teams“. Wenn‘s bei der Mayer-Truppe läuft, „dann ist sie echt gefährlich“. Eine Aufgabe auf Augenhöhe also für den TSV Mimmenhausen, dem die 14-tägige Zwangspause (die sächsischen Zweitligisten dürfen jetzt doch wieder trainieren und spielen!) nicht wirklich in den Kram passte. „Eine Woche, okay, aber zwei“, ärgert sich Christian Pampel, „da geht der Spielrhythmus flöten.“

Zwei spannende Fragen

Und den muss sich der Favorit erst wieder erarbeiten. Die spannende Frage lautet aber nicht nur: Wie wird der aus der Pause herausgekommen? Mimmenhausen fragt sich auch, welchen Cocktail wohl das Volleyballteam aus dem bayerischen Chemiedreieck in der Sporthalle Mittelschule präsentieren wird.