2. Volleyball-Bundesliga: Baden Volleys SSC Karlsruhe – TSV Mimmenhausen (Samstag, 18 Uhr, Otto-Hahn-Gymnasium), TSV Mimmenhausen – L.E. Volleys Leipzig (Sonntag, 15 Uhr, BZ-Arena Salem). – Das wird ein spannendes, aber auch ein ungewöhnlich arbeitsreiches Wochenende für den TSV. Der muss, Corona ist es gedankt, gleich zweimal in 24 Stunden antreten.

Keine Nachwuchsvolleyballer

Dabei sind keine Nachwuchsvolleyballer auf der anderen Netzseite, die im besten Falle auch mal mit halber Kraft in Schach gehalten werden können. Spielertrainer Christian Pampel und sein Team fahren erst nach Karlsruhe. Dort will der Tabellendritte alles unternehmen, um den Spitzenreiter von seinem „Platz an der Sonne“ zu vertreiben. Keine 24 Stunden später gilt es, Leipzig zu zeigen, warum die blau-gelben Volleyballer Favorit sind.

Duell zum Zungenschnalzen

Bestes Heimteam der Liga trifft auf bestes Auswärtsteam, Spitzenreiter empfängt den Tabellendritten – schon die Statistik lässt auf ein Duell zum Zungenschnalzen hoffen. In dem der TSV Mimmenhausen selbst „auf jeden Fall eine Chance sieht, in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums zu gewinnen“. Dass Kapitän Michael Diwersy und seine Crew guten Volleyball spielen können, beweisen sie Woche für Woche – und nachdem Federico Cipollone und Jonas Hoffmann wieder voll fit sind, auch mit entsprechendem Erfolg.

Gut zu Werke gehen

Wie groß die Chance auf einen Dreier im badischen Westen ist, oder ob die Gäste vom See mit weniger – oder gar nichts – zufrieden sein müssen, hänge, so Pampel, zum einen ganz stark davon ab, „wie gut wir zu Werke gehen“. Auf der anderen Seite aber weiß er nur zu gut, dass genau das enorm von den Baden Volleys beeinflusst wird. Denn: „Karlsruhe steht nicht ohne Grund da oben, ist über seine Außenangreifer sehr, sehr stark.“

Vom Netz weg halten

Allen voran Jens Sandmeier. Der 202 Zentimeter große 26-jährige Volleyballer sammelt MVP-Medaillen wie andere Leute Paninibilder. Achtmal mit Gold und zweimal mit Silber wurde er in den 19 Partien dekoriert. Die übrigen teilen sich Benjamin Dollhofer (Libero, zweimal Gold), Lukas Jäger (Außenangreifer, zweimal Gold), Fabian Schmidt (Zuspieler, dreimal Gold, einmal Silber) und Leon Zimmermann (Mittelblocker, zweimal Gold).

Karlsruhe hat viele Qualitäten

Also nicht nur die Angreifer sind „sehr gefährlich und sehr effektiv“. Karlsruhe habe viele Qualitäten, sagt Pampel, nicht zuletzt beim Service. Deshalb „müssen wir es schaffen“, sagt Pampel, „die Angreifer weg vom Netz zu halten, sodass sie nicht alles machen können.“ In einem Duell ganz nach dem Geschmack von Christian Pampel, der „sich tierisch auf Karlsruhe freut“.

Butler Christian

Ein wenig wie Butler James als Admiral von Schneider mag er sich fühlen, was die zweite Partie an diesem Wochenende betrifft: „Oh, must I, Miss Sophie?“, jammert der Diener in „Dinner for one“. Er kann dem Hacken zusammenschlagen des Marineoffiziers und seinem „Skol“ herzlich wenig abgewinnen. So wie der Mimmenhauser Trainer der zweiten Partie in weniger als 24 Stunden. Pampel klagt aber nicht. Optimal sei das nicht, moniert er, wird aber, so wie James eben auch, alles geben: „Well, I‘ll do my very best!“