Handball, 3. Liga, Frauen: TuS Steißlingen – HCD Gröbenzell 32:29 (14:13). – Die Frauen des TuS Steißlingen zeigten vor heimischen Publikum eine überragende Leistung und gewannen überraschend gegen den bis dato ungeschlagenen HCD Gröbenzell mit 32:29. Damit stehen die Blau-Weißen nach drei Spielen mit 4:2 Punkten sehr gut da und sind endgültig in der dritten Liga angekommen.

Die Mannschaft von Trainer Sascha Spoo ging als klarer Außenseiter in die Begegnung, hatte Gröbenzell doch noch kein Spiel verloren in dieser Saison. Dementsprechend konnte der TuS befreit aufspielen. Zu Beginn schien das Spiel zunächst den geplanten Verlauf zu nehmen. Gröbenzell war die spielbestimmende Mannschaft. Die Gäste spielten ihre Angriffe geschickt aus und Steißlingen tat sich gegen die stabile 6:0-Abwehr schwer. Folglich ging Gröbenzell mit 9:6 nach einer knappen Viertelstunde in Führung. TuS-Trainer Spoo wollte sein Team mit einer Auszeit wieder auf Kurs bringen. Dies funktionierte: Mit einem 4:0-Lauf glichen die Blau-Weißen zum 10:10 (23.) aus. Bis zur Halbzeit blieb die Begegnung ausgeglichen. Mit der Schlusssirene ging der TuS durch das Tor von Alina Bauer mit 14:13 in Führung.

Allein die erste Halbzeit war schon ein Erfolg für Steißlingen. Auch Durchgang zwei begann ausgeglichen. Die beiden Teams lieferten sich einen packenden Fight. Bis zum 20:20 (40.) konnte sich keine Mannschaft absetzen, ehe sich das Blatt zugunsten der Steißlingerinnen wendete. Dies lag insbesondere an der immer besser stehenden 3:2:1-Abwehr mit einer starken Hüterin Sarah Riebel. Aus der Defensive wurde schnell umgeschaltet und Steißlingen ging mit 27:22 (49.) in Führung. Nun war jeder Spielerin bewusst, dass die Überraschung möglich war und angefeuert von 250 Zuschauern behielt Steißlingen auch die Nerven. Zwar kam Gröbenzell nochmals auf 31:29 heran, doch ließ der TuS nichts mehr anbrennen.

Nun haben die Frauen des TuS ein Wochenende spielfrei, ehe in zwei Wochen am Sonntag, 16.30 Uhr, das nächste Heimspiel gegen den TSV Haunstetten ansteht.

TuS Steißlingen: Riebel, Pfahl, Leenen (alle Tor); Störr (5/5), Bauer (3), Röh (6), Wöhr (1), Grathwohl (5), R. Maier (4), Lauth, Rimmele, Martin, Irmscher, L. Maier, Espinosa (8)

SVA baut Heimserie aus

SV Allensbach – HC Erlangen 31:21 (15:11). – Die Drittligahandballerinnen des SV Allensbach haben ihre Heimserie ausgebaut. Sie gewannen gegen den HC Erlangen deutlich mit 31:21. Zu Beginn der Partie hielt der Aufsteiger aus der Bayernliga noch gut mit, dann wurde Allensbach aber der Favoritenrolle gerecht und zeigte vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung.

Die Gäste aus dem Norden Bayerns fanden gut in die Partie und lagen immer ein Tor in Front. Im Spiel der Allensbacherinnen gab es noch zu viele technische Fehler und in der Defensive fehlte der Zugriff. So stand es nach etwas mehr als zehn Minuten 4:6. Eine Zeitstrafe für den HCE und ein verwandelter Sieben-Meter durch Laura Epple leiteten dann die Wende ein. Epple, die in den ersten beiden Partien fehlte, war mit zwölf Toren erfolgreichste Schützin. Sie traf bis zur 20. Minute noch drei weitere Male und der SVA drehte durch einen 8:0-Lauf das Ergebnis auf 12:6. Dass Erlangen bis zur Pause wieder herankam, lag daran, dass der SV Allensbach noch zwei Mal in Unterzahl geriet. Die 15:11-Pausenführung war trotzdem verdient.

Nach der Pause bot sich den rund 250 Zuschauern in der Riesenberghalle das selbe Bild. Die Allensbacherinnen führten weiterhin mit vier oder fünf Toren und konnten sich im Angriff auf die Treffsicherheit von Laura Epple und Spielführerin Nadja Greinert verlassen. Dass dann Torhüterin Joelle Arno das Tor der Gelb-Blauen regelrecht vernagelte, führte dazu, dass die Gastgeberinnen ihre Führung deutlich ausbauen konnten. Highlight war eine Dreifachparade, die das Heimteam zum Jubeln brachte. Gejubelt wurde auch am Ende der Partie, denn der SV Allensbach gewann mit 31:21 und ist nun punktgleich mit dem Tabellenzweiten Gröbenzell.

HSA-Vorstand Andreas Spiegel: „Für uns war es wichtig, die Niederlage in Wolfschlugen abzuhaken und an unserer Chancenverwertung zu arbeiten. Das ist uns eindrucksvoll gelungen.“ Der SVA hat nun zwei spielfreie Wochenenden, ehe am 17. Oktober, 16 Uhr, in der Riesenberghalle das Derby gegen den TuS Steißlingen steigt.

SV Allensbach: Arno (Tor); Mitreiter, Müller, Höppe, Goudarzi, Greinert (7), Walz (1), Maier (2), Bok (2), Gisa (1), von Kampen (2), Epple (12/5), Rinkeviciute (1), Heieck (2), Lützkendorf (1)