Fußball-Oberliga: Die Saison 2015/16 – für die Torhüter des 1.FC Rielasingen-Arlen eine Katastrophe. Denn die beiden Keeper im Kader verletzten sich schwer – besonders fatal, da das Team drauf und dran war, sich für die Aufstiegsrunde zur Oberliga zu qualifizieren. Kurzfristig wurde dann aber doch noch ein Ersatz gefunden: Dennis Klose. Der damals 21-Jährige war beim SC Freiburg ausgebildet worden und auch zu Regionalligaeinsätzen gekommen, doch der Sprung in den Profikader gelang ihm nicht. Zum Glück für den 1.FC Rielasingen-Arlen. Der 1,88 Meter große Torhüter etablierte sich schnell bei den Hegauern und entwickelte sich rasch zum Leistungsträger und großen Rückhalt des Teams. Sowohl am südbadischen Pokalsieg im Jahr 2017 als auch am Oberliga-Aufstieg in der vergangenen Saison hatte er gehörig Anteil.

Video: Jürgen Rössler

Hoher Preis

Allerdings musste er für die Verbandsliga-Meisterschaft im Vorjahr einen hohen Preis zahlen. Ein Muskelfaserriss im Hüftbeuger wurde auf dem Weg zum Aufstieg verschleppt. Während der Sommerpause stellte sich heraus, dass zumindest in der Anfangsphase der Oberligasaison nicht mit Klose im Tor zu rechnen war. Der Club reagierte schnell, verpflichtete den beim Ligarivalen FC 08 Villingen in Ungnade gefallenen Christian Mendes und tat damit einen guten Griff. Zum einen erwies sich der 47-jährige Brasilianer als guter Ersatz und sicherte dem 1. FC mit seinen Paraden den einen oder anderen Sieg, zum anderen verzögerte sich Kloses Comeback immer weiter.

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Qualen als Zuschauer

Und daher musste Klose das Geschehen aus der Zuschauerposition verfolgen, was ihm nicht leicht fiel. „Das war natürlich nicht so schön, wenn man sieht, dass die eigene Mannschaft da unten drinsteht und nicht so viele Punkte holt“, beschreibt er seine Qualen am Spielfeldrand in der Hinrunde. Aber damit soll jetzt Schluss sein: „Ich freue mich riesig, dass ich jetzt wieder auf dem Platz stehen kann.“

Klare Rollenverteilung

Die Rollenverteilung auf der Torhüterposition ist, so Klose, klar geregelt: „Es war klar kommuniziert, dass Christian, wenn ich wieder fit bin und Leistung bringen kann, die Funktion des Torwarttrainers übernehmen wird. Das Torwarttraining ist auch sehr gut, und dafür bin ich sehr dankbar.“

Zusammenprall im Testspiel

Allerdings gab es bei einer Vorbereitungspartie in Schaffhausen noch einen Zusammenprall mit einem Spieler, sodass Klose kaum in den Testspielen eingesetzt werden konnte. Doch er betont: „Mittlerweile fühle ich mich bei 95 bis 100 Prozent!“

Intensiver Auftakt

Und es geht auch gleich intensiv los beim Oberliganeuling im März 2020: Zunächst gastiert der Tabellendritte, der Göppinger SV, auf der Talwiese und am Mittwoch steht, ebenfalls auf dem Rielasinger Kunstrasenplatz, das Viertelfinale im südbadischen Pokal auf dem Programm gegen den Mitaufsteiger Freiburger FC. Noch drei erfolgreiche Pokalspiele, dann wäre Rielasingen, wie schon im Jahr 2017, im Lostopf beim DFB-Pokal. Und spielstarke Teams wie der FC 08 Villingen, der im Vorjahr die Rielasinger Träume vom südbadischen Double im Finale beendete, oder der Bahlinger SC sind bereits ausgeschieden.

Auf zwei Hochzeiten

Aber gelingt es den Hegauern, sich auf zwei Aufgaben zu fokussieren? „Man wird sehen, ob wir das unter einen Hut bekommen. Wir versuchen natürlich, so gut es geht, auf beiden Hochzeiten zu tanzen!“, so Klose, der aber dem Klassenerhalt die höhere Priorität einräumt. Die ersten Tage im März werden, mit Klose im Tor, zeigen, in welche Richtung der „zweifache Tanz“ gehen wird.

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