Handball, 2. Bundesliga: SG BBM Bietigheim – HSG Konstanz (Samstag, 19.30 Uhr, EgeTrans-Arena). – Mit einem Gastspiel bei Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim beginnt für die HSG Konstanz am Samstag, 19.30 Uhr, die Mission Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Nach einer kurzen Winter-Vorbereitungsphase geht die HSG in die letzten 16 Saisonspiele. Mit neuem Mut, fester Entschlossenheit und einer ordentlichen Vorbereitung im Rücken.

Gute Nachrichten im personellen Bereich

Vor allem im personellen Bereich gab es einige gute Nachrichten. Mit Linkshänder Joschua Braun und Kapitän Tim Jud sind zwei schmerzlich vermisste Leistungsträger wieder zurück, und mit Neuzugang Felix Jaeger steht im linken Rückraum eine wichtige zusätzliche Option zur Verfügung. Lediglich Tim Keupp leidet nach wie vor immer wieder unter Knieproblemen, ansonsten steht Daniel Eblen seit langer Zeit wieder einmal der komplette Kader zur Verfügung.

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„Konzentriert gearbeitet“

„Die Jungs haben sehr konzentriert und engagiert gearbeitet“, zeigt sich der HSG-Coach zufrieden, nachdem in den letzten Tagen die Schwerpunkte vor allem im Angriffsspiel gesetzt wurden. Hier konnte er positive Eindrücke von Jaeger sammeln: „Felix ist ein sympathischer Kerl und wird uns weiterhelfen. Aber er benötigt noch Zeit, um sich einzuleben.“ Für Fynn Beckmann ist es hingegen eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, an der er schon in der 1. Bundesliga mit dabei sein durfte. „Ich werde das sicher auch ein wenig genießen, hier zurückzukehren“, so Beckmann. Seine Marschroute: „Alles reinwerfen wie im Hinspiel und dann mal schauen, was rauskommt.“

HSG

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in der Außenseiterrolle

In Bietigheim kann die HSG Konstanz befreit aufspielen. Beim in den letzten acht Spielen vor der Pause siebenmal erfolgreichen Spitzenteam kommt ihr lediglich die Außenseiterrolle zu. Die schwere Aufgabe gleich zum Rückrundenstart kommt HSG-Coach Daniel Eblen aber nicht so ungelegen. Der Wunsch ist zwar die Überraschung, ansonsten soll und muss sich die HSG Konstanz aber wieder für die nächsten wichtigen Partien wappnen. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, sagt der 45-Jährige und gibt damit zugleich die Stimmungslage in der jungen Mannschaft wieder. „Larifari gehen wir das nicht an“, gibt er sich kämpferisch. „Wir wollen uns nicht nur ein bisschen einspielen, sondern mental sofort in den Wettkampf finden. Es kann jeder davon ausgehen, dass wir da voll reingehen.“

Gegner mit individueller Klasse

Das wird auch nötig sein, denn die individuelle Klasse des Gegners ist für die 2. Bundesliga außergewöhnlich. So zählt Eblen die SG zu den heißen Aufstiegskandidaten und warnt insbesondere vor Weltmeister Michael Kraus und Jonas Link, die „ohne große Vorbereitung ihre Tore machen.“ In Patrick Rentschler steht zudem ein sehr gefährlicher Kreisläufer parat. Dennoch möchte man auf Seiten der HSG nicht den Fehler machen, sich zu sehr auf dieses Trio zu konzentrieren. „Sie sind eine Topmannschaft, auch in der Breite“, erklärt der Cheftrainer.