2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Blue Volleys Gotha 3:0. – Der TSV Mimmenhausen ist mit der ungewohnten Situation, Tabellenführer der 2. Bundesliga zu sein, am Samstagabend locker klar gekommen. „Wir sind jetzt die Gejagten“, hatte Abteilungsleiter Klaus Diwersy bei der Begrüßung im Salemer Bildungszentrum gesagt.

Und das bleiben die blau-gelben Volleyballer nach dem 25:19, 25:22 und 25:18. Dem Tabellenfünften Gotha überließen sie auch im vierten Zweitligaduell mit den Thüringern erneut keinen Satz.

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Teilweise meisterlich präsentierten sich Kapitän Michael Diwersy und Crew im ersten Durchgang. Unterstützt von einer hohen Eigenfehlerquote der Gäste (24 Punkte insgesamt) setzte sich die Mimmenhauser Starting Six mit gutem Blockspiel, einer unglaublich starken Feldabwehr und von Federico Cipollone (zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt) passgenau bedienten Angreifern schon früh ab (8:3, 16:9).

„Mimmenhausen hat sehr gut gespielt, nur wenige Fehler gemacht“, lobte der Gothaer Trainer Jonas Kronseder die Vorstellung des Favoriten beim klaren 25:19-Erfolg.

Mimmenhausen baut den Gegner auf

Über „drei einfache Bälle“, ärgerte sich Christian Pampel im Verlauf des zweiten Satzes. Die hätten laut Spielertrainer für ein paar kitzlige Momente gesorgt, in einem Durchgang, in dem Mimmenhausen nicht immer souverän wirkte (7:8, 15:16). Gotha reduzierte seine Fehlerquote, jetzt war der Tabellenfünfte „auf Augenhöhe“ (Kronseder). „Wir haben statt Druck zu machen Gotha aufgebaut“, ärgerte sich Pampel.

„Nachdenken, aktiver werden“, hatte Klaus Diwersy in der Auszeit seinen Spielern per Hallenmikro aufgetragen. Die befolgten den Rat des Abteilungsleiters. Bis ins Satzfinale hielten die Thüringer zwar mit (21:21). „Weil wir aber nach wie vor gut aufgeschlagen haben, eine tolle Abwehr und einen starken Block hatten“ (Pampel), setzte sich der Favorit doch noch durch. Je zweimal Pampel und Lukas Ott verwandelten teils spektakulär im Spiel gehaltene Bälle zum 25:22.

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„Wir hatten die Chance, den Satz zu gewinnen“, trauerte Kronseder der verpassten Gelegenheit nach. „Wer weiß, wie sich das Spiel nach einem 1:1 entwickelt hätte.“ Mit dem 2:0 im Rücken aber hatte Mimmenhausen das Heft wieder fest in der Hand. Und dann patzten die Blue Volleys zweimal hintereinander und ein Service landete im Netz – Mimmenhausen führte mit 12:9.

Spätestens mit dem 16:11 zur zweiten technischen Auszeit war für den Tabellenführer der zehnte Erfolg in Serie in trockenen Tüchern. Pampels 18. Punkt brachte den ersten Matchball, Johannes Beckers Block machte das 25:18 und 3:0 perfekt.

Bewährungsprobe mit Bravour bestanden

Der TSV Mimmenhausen hat die Bewährungsprobe gegen einen unangenehmen Gegner mit Bravour bestanden, sich von der ungewohnten Rolle des Gejagten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Entsprechend laut denn auch der ausgelassene Jubel nach dem Schlusspfiff: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey hey!“

TSV Mimmenhausen: Birkenberg (5), Pampel (18), Hoffmann (11), Becker (7), Cipollone (Zuspiel), Ott (10), L. Diwersy (Libero).

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