Handball-Oberliga: HSG Konstanz II – SV Fellbach 33:24 (16:12). – 20 Minuten lange hatte die HSG große Probleme mit dem frech aufspielenden SV Fellbach, dann gelang der Zweitliga-Reserve eine Leistungssteigerung und ein ungefährdeter Heimerfolg. Dieser bescherte wieder den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die 3. Liga berechtigt.

Tabellenplatz zwei eine schöne Momentaufnahme

Viel damit beschäftigen will sich damit im HSG-Lager niemand. Eine schöne Momentaufnahme, doch Matthias Stocker sagt: „Wir blenden das aus, wir konzentrieren uns nur auf die nächsten Spiele.“ Und das extrem schwere Restprogramm, so der HSG-Coach. Er sieht das Tabellenbild relativ entspannt.

Mutig, schnell und frech

Ein Warnschuss für die letzten sieben Spiele sollte das Duell gegen den Tabellenletzten sein, der überhaupt nicht wie ein solcher auftrat: Mutig, schnell, frech von Beginn an legte der nach sieben Minuten gleich einmal mit 4:2 vor. Nach 14 Minuten war immer noch der Gast in Front, nach 24 auf 11:12 dran.

Komplizierter, zäher Abend drohte

Da drohte den Konstanzern ein komplizierter, zäher Abend. „Wir sind schleppend in die Partie gekommen“, zeigte Stocker auf, „haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen, vorne leichte Fehler gemacht.“ Fellbach konnte deshalb sein gutes, schnelles Spiel im Gegenstoß aufziehen. Alleine acht technische Fehler unterliefen der HSG im ersten Durchgang und machten es ihr schwer, in die Begegnung zu finden. Davon verunsichern ließen sich die Youngster aber nicht. Gegen Ende der ersten Hälfte stabilisierten sie sich und fanden über eine gute Deckung zurück ins Spiel. So rollten einige HSG-Konter auf das Fellbacher Tor zu. Mit einem Zwischenspurt kurz vor und nach dem Seitenwechsel war die Partie schnell entschieden. Benjamin Schwedas Treffer zum 20:13 (36.) war angesichts der nun doch deutlicher werdenden Leistungsunterschiede schon so etwas wie eine Vorentscheidung.

Dann Potenzial besser abgerufen

Zumal die Gastgeber nun wieder ihr großes Potenzial besser abriefen, eine gute Chancenverwertung an den Tag legten und in der Abwehr weiter beherzt zugriffen. Stocker: „So haben wir Fellbach in den ersten zehn, 15 Minuten den Zahn gezogen und die komfortable Führung anschließend gut verwaltet.“ Der 32-Jährige konnte die Partie nun dazu nutzen, seine breite Bank einzusetzen, allen Spielern viel Spielzeit zu gewähren. „Ohne Leistungsabfall“, bemerkte er zufrieden. Die A-Jugendspieler Florian Wangler und Rohat Sahin rundeten den positiven Gesamteindruck ab. „Sie haben sich gut eingefügt und das ordentlich gemacht“, lobte der Übungsleiter. Sahin erhöhte auf 27:18, knapp achteinhalb Minuten vor Schluss; Jerome Portmann baute den Vorsprung auf zehn Tore aus. Da Neuhausen in Herrenberg patzte, schob sich Konstanz wieder auf Rang zwei.

HSG Konstanz II: Herrmann, Ebert (beide Tor), Mauch (6/3), Mittendorf (1), Schweda (3), Sahin (1), Michelberger (1), Mack (4), Volz (3), Wangler (2), Portmann (6), Storz (4), Hadlich (2), Gottesmann.