2. Bundesliga: HSG Konstanz – HSC 2000 Coburg (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Vor einem besonderen, oder um es mit den Worten von Konstantin Poltrum zu sagen, „speziellen Spiel“ steht die HSG Konstanz am Samstag, 20 Uhr, in der heimischen Schänzlehalle. Natürlich weil mit Coburg ein echtes Topteam, Ex-Erstligist und aktueller Tabellenzweiter, zu Gast sein wird. Ganz besonders groß ist aber die Freude auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen HSG-Schlussmann.

2018 war der nach drei Jahren am Bodensee nach Oberfranken gewechselt. Und könnte seinem neuen Club nun einige Tipps für die Vorbereitung mit an die Hand geben. Auf Konstanzer Seite hätte man so gerne die zweiwöchige Vorbereitung auf das Aufeinandertreffen zunächst zur Regeneration und dann intensiven, gezielten Vorbereitung genutzt. Doch einige Blessuren und Erkrankungen wirbelten den Plan ordentlich durcheinander. „Das ist alles ziemlich unglücklich gelaufen“, gibt sich Daniel Eblen etwas zerknirscht.

Das könnte Sie auch interessieren

Jedenfalls stellen sich beide Seiten auf ein „heißes Spiel“ ein, so beide Trainer unabhängig voneinander. „In der Schänzle-Hölle herrscht immer eine fantastische Stimmung, das haben wir bei unseren bisherigen Auftritten teilweise ja schon zu spüren bekommen“, sagt HSC-Trainer Jan Gorr.

HSG-Coach Eblen geht von einem „emotionalen Spiel vor einem emotionalen Publikum“ aus. Dass damit in Verbindung mit unbedingtem Willen und Kampf viel möglich ist, zeigte der letzte Heimsieg gegen Dormagen (31:28). Genauso wie die Partien zuvor, denn bis auf zwei Ausnahmen war die HSG immer dran – fünfmal jedoch mit einem oder zwei Toren weniger als der Gegner ohne Lohn.

Gästetrainer Gorr lobt die Konstanzer

So auch in den vergangenen Duellen in der 2. Bundesliga gegen Coburg. Jeweils mit drei Toren setzte sich der HSC 2017 und 2018 gegen Konstanz durch, im letzten Drittliga-Aufeinandertreffen jedoch gewann die HSG Konstanz mit 19:18.

Eng geht es in der 2. Bundesliga zu. Ohne selbst gespielt zu haben, verließen die Konstanzer durch Emsdettens Niederlage die Abstiegsränge. Dass Punkte gegen Coburg nicht einzuplanen sind und sie für den Klassenverbleib einen langen Atem haben werden müssen, ist klar. Jan Gorr sagt, er schätze die Arbeit der HSG Konstanz: „Mir gefallen die Spielanlage und der Umgang mit den vorhandenen Möglichkeiten. Ich glaube schon, dass das Team genug Qualität für den Klassenerhalt hat.“

Coburg kommt mit großen Namen ans Schänzle

Qualität ist das Stichwort für seine eigene Mannschaft. Dafür stehen etwa der ehemalige tschechische Nationaltorwart Jan Kulhanek (38), Marcel Timm, der nach der Saison zum Erstligisten TBV Lemgo wechseln wird, Max Jaeger, der nach Erlangen gehen wird, die Schweden Pontus Zettermann (MVP der U18-EM 2012) und Tobias Varvne (zwei A-Länderspiele), der österreichische Nationalspieler Christoph Neuhold und der langjährigen Bundesligaspieler Andreas Schröder. Und Florian Billek, der bereits für die A-Nationalmannschaft Deutschlands auflief und mit 78 Treffern aktuell bester Torjäger der 2. Bundesliga ist.

Eblen setzt daher auf höchste Konzentration bei seinen Schützlingen. Die Stärken Coburgs wurden genau analysiert. „Sollte sich die Chance auf eine spannende Schlussphase für uns bieten, wollen wir sie wahrnehmen“, sagt Eblen, der sich über die „konzentrierte Anspannung“ freut, die er im Training wahrgenommen hat.