2. Bundesliga: HSG Konstanz – HC Elbflorenz Dresden (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Zum Hinrunden-Finale erwartet die HSG Konstanz das nächste eminent wichtige Spiel in der Schänzlehalle. Gegner HC Elbflorenz Dresden belegt mit einem Punkt mehr als die HSG den ersten Nichtabstiegsplatz. Für beide Teams steht somit einiges auf dem Spiel.

Ein Blick in die Historie befördert Erstaunliches zutage: Der finanzkräftige Club aus Sachsens Landeshauptstadt, der dank Präsident, Hauptsponsor und Mäzen Uwe Saegeling mittelfristig in die 1. Bundesliga strebt und in der 15 Millionen teuren Ballsportarena auf Kunstglasboden spielt, hat noch nie gegen die HSG gewonnen. Zweimal behielt Konstanz mit drei Toren die Oberhand. Im dritten Vergleich jedoch ist die Ausgangslage besonders prickelnd: Dem Sieger winkt ein schönes Weihnachtsfest, verbunden mit einem Sprung in Richtung Tabellenmittelfeld.

Gäste stehen bereits unter Druck

Dresden hat nach einer fabelhaften Entwicklung in den letzten Jahren mit der aktuellen Situation sicher nicht gerechnet und steht als leichter Favorit besonders unter Druck. 2006 erwarb der HC Elbflorenz die Spiellizenz des HC Sachsen und startete der Oberliga. Das ambitionierte Handballprojekt schaffte anschließend innerhalb von zehn Jahren die kontinuierliche Entwicklung bis hin zum Zweitligisten, der sich das Ziel Erstliga-Handball gesteckt hat.

„Das kam alles anders, als ich erwartet hatte“, sagt Daniel Eblen mit Blick auf die Tabelle. Gerade einmal vier Zähler liegen zwischen Platz 17 und Rang elf. Den HC Elbforenz hat der Konstanzer Trainer oft beobachtet. Sein Eindruck nach den ersten Wochen der Saison: „Wow, die werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

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Torwart Mario Huhnstock, Nils Kretschmer und Jonas Thümmler haben einiges an Erstliga-Erfahrung vorzuweisen, 2,09-Meter-Hüne Michal Kasal wurde mit dem FC Barcelona Spanischer Meister, spielte Champions-League und ist tschechischer Nationalspieler. Mindaugas Dumcius läuft für die litauische Nationalmannschaft auf, Marek Vanco für Tschechien.

Dresden setzt auf Vollprofis. Doch die 2. Bundesliga spielt seit Wochen verrückt, alles liegt dicht zusammen und an jedem Spieltag gibt es Überraschungen. Eblen: „Da geht alles ganz schnell. Die Liga ist knallhart.“

Für beide Teams geht es um viel

Gleiches dürfte für das dritte Duell zwischen Konstanz und Dresden gelten. „Da es um viel geht für beide Mannschaften, wird es ein enges, hitziges Spiel vor einer erwartet tollen Kulisse“, schätzt Dresdens Trainer Rico Göde. Er selbst war schon in der 1. Bundesliga und zweimal für die deutsche Nationalmannschaft aktiv.

Das Niveau und die Qualität in Liga zwei hätten sich enorm gesteigert, dadurch sei sie extrem eng, fügt er an und lacht: „Zu meiner aktiven Zeit war es in der Zweiten Liga einfacher, Saisonverläufe zu kalkulieren.“

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Parallelen tun sich zwischen den Spielverläufen beider Teams auf. Trotz guter Leistungen konnten weder die HSG Konstanz noch der HC Elbflorenz Dresden so viele Punkte sammeln, wie möglich gewesen wären. „Die HSG knabbert, ähnlich wie wir derzeit an der Konstanz im eigenen Spiel“, so Gödes Erklärung.

„Sie ist eine junge hungrige Truppe, die es in dieser Saison ein ums andere Mal knapp verpasst hat, noch mehr Punkte zu holen.“ Nicht entgangen ist ihm die Konstanzer Heimstärke mit neun von elf daheim errungenen Punkten. „Guter, schneller Handball mit guten jungen Spielern“, beschreibt Dresdens Übungsleiter den Aufsteiger vom Bodensee.

Hochspannung in der Schänzlehalle

Hochspannung statt Besinnlichkeit herrscht in den Weihnachtstagen also am Konstanzer Schänzle, denn nach der Partie gegen Dresden kommt es am 26. Dezember um 17 Uhr zum Duell mit dem TV Hüttenberg. Der liegt auch nur einen Zähler vor der HSG. Gleich zwei gute Möglichkeiten eröffnen sich somit für einen heißen Endspurt zum Jahresende und wertvolle Geschenke unterm Weihnachtsbaum.

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