Tennis: 24 Partien wurden auf der Anlage des TC Überlingen und des TC Altbirnau gespielt – so viel wie nie zuvor beim Weltranglistenturnier am Überlingersee. Und dabei ging es oft sehr knapp zu, erstaunlich viele Matches wurden erst im dritten Satz entschieden.

Titelverteidiger mit Mühe

So musste sich Peter Heller, als Nummer 345 der Weltrangliste in Überlingen auf Position 1 gesetzt und als Titelverteidiger Favorit, gegen Kai Lemstra mächtig ins Zeug legen, um nach einem 5:7 im ersten Satz das Match noch drehen zu können. Mit einem 6:2 im zweiten Satz erzwang der Titelverteidiger den dritten Satz. Dort gelang ihm auch früh ein Break, doch postwendend folgt ein Rebreak, sodass es lange spannend blieb. Aber gegen Mitte des Satzes fand Heller immer besser ins Spiel. Mit zwei Assen sorgte er für das vorentscheidende 5:2, reaktionsschnell am Netz erspielte er sich seinen ersten Matchball, den er dann auch verwandelte.

In einem weiteren Drei-Satz-Match auf dem Center Court setzte sich am Abend der Konstanzer Qualifikant René Schulte durch. Im spannenden ersten Satz ging es in den Tiebreak, in dem Schulte den zweiten Satzball verwandelte. Nur wenig später folgte auch der an Nummer 2 gesetzte Louis Wessels, im Jahr 2017 in Überlingen Finalist, mit 6:3/6:1 in die zweite Runde. Ebenfalls in zwei Sätzen setzte sich Jonas Trinker schon am Morgen in Altbirnau durch – der Österreicher ist wie Schulte und Wessels schon mehrfach in Überlingen am Start gewesen.

Heller nun gegen Günther

In der zweiten Runde trifft heute Heller auf Valentin Günther, der gegen den Italiener Manfred Fellin den dritten Satz klar mit 6:1 für sich entschied. Louis Wessels bekommt es mit Maik Steiner zu tun, der Moritz Hoffmann in zwei Sätzen aus dem Rennen warf. Fazit nach der ersten Hauptrunde: Die favorisierten Spieler setzten sich zumeist durch, doch die Matches verlaufen bei gutem Zuschauerzuspruch knapper und somit spannender als erwartet. (jr)

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