Handball, Oberliga

HC Neuenbürg

HSG Konstanz II

28:28 (15:13)

Die HSG Konstanz II bleibt auf Platz drei und weiter ungeschlagen – nun schon acht Spiele in Serie. Die ganz große Freude brach nach dem 28:28 bei Tabellennachbar HC Neuenbürg dennoch nicht aus. „Man muss mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte Trainer Matthias Stocker nüchtern.

Späte Ausgleichstreffer wirkt nach

Allerdings wirkte der spätere Ausgleichstreffer der Gastgeber sechs Sekunden vor Schluss noch nach. Zumal die Zweitliga-Reserve über weite Strecken des Spiels in Front lag, wenn auch immer nur höchstens mit zwei Toren. So etwa neun Minuten vor Schluss. Neuenbürg drehte das Match mit einem 3:0-Lauf jedoch zum 27:26. Dann stachen Simon Storz und Patrick Volz mit seinem achten Treffer zur 28:27-Führung.

Angesagter Spielzug kommt nicht durch

Als obendrein Moritz Ebert eineinhalb Minuten vor Ultimo einen Siebenmeter parierte und Konstanz im Angriff die Chance auf zwei Tore Abstand hatte, nahmen die Trainer Benjamin Schweda und Kai Mittendorf, beides verletzte Spieler, die Auszeit. Doch der angesagte Spielzug kam nicht durch, die HSG ins Zeitspiel und nur noch zu einem Notwurf. Auf der Gegenseite zog der starke Aufsteiger das Timeout und baute nochmal Druck auf. Mit einem Distanzwurf aus dem Rückraum kam Neuenbürg zum 28:28-Ausgleich, die HSG danach nicht mehr zu einem gefährlichen Abschluss.

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Comeback der Löfflers

Erneut hatte Konstanz dabei auf eine komplette Rückraumreihe verzichten müssen, da neben Schweda und Mittendorf auch Jonas Hadlich und Lars Michelberger – dieser nach dem Aufwärmen – passen mussten. Dafür kehrten Samuel und Jonas Löffler zurück – Letzterer nach 14 Monaten Verletzungspause und nur wenigen Trainingseinheiten. Jonas Löffler konnte aber immerhin in der Abwehr den Ausfall von Kai Mittendorf gut kompensieren.

Stocker hilft wieder aus

Im Rückraum musste Trainer Matthias Stocker ungewollt ein weiteres Mal aushelfen – und hatte mit fünf Toren seine bislang beste Bilanz in den drei Spielen nach dem erzwungenen Comeback vorzuweisen. „Ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen“, fand er. „Und ein sehr schwieriges für uns angesichts der vielen Ausfälle. Dadurch waren wir wieder sehr eingeschränkt.“

Probleme in der Defensive

Die Probleme in der Defensive gerade zu Beginn des Spiels waren somit nachvollziehbar. Kurz vor und nach dem Seitenwechsel hatte Neuenbürg dies für drei Tore Vorsprung genutzt. Insbesondere das Kreisspiel des Gegners bekam die HSG erst spät in den Griff. Dazu kamen zunächst einige technische Fehler, sodass sich der HCN leichte Vorteile erarbeiten konnte.

Verdientes Ergebnis

„Aus der Kabine sind wir stärker zurückgekommen“, freute sich Stocker. Die Defensive stand nun besser und Torwart Moritz Ebert kam immer besser in die Partie. Stocker: „Das Momentum war auf unserer Seite. Aber es ist uns nicht gelungen, mal auf drei Tore wegzuziehen. So hat Neuenbürg immer noch Lunte gerochen.“ Das 28:28 ist für den 31-Jährigen ein verdientes Ergebnis in einer zerfahrenen Partie, denn es hätte seiner Meinung nach noch in beide Richtungen ausgehen können.

HSG Konstanz II: Ebert, Herrmann (Tor); Mauch (2/1), Portmann (6), S. Löffler (2), Sahin (1), Michelberger, Fehrenbach (1), Stocker (5), J. Löffler, Gottesmann (2), Volz (8), Dahm, Storz (1). – Z: 200.