Oberliga: SG Pforzheim/Eutingen – HSG Konstanz II (Samstag, 18 Uhr, Bertha-Benz-Halle). – Seit dem dritten Spieltag ist die HSG Konstanz II ohne Niederlage. Damit hat sich die Zweitliga-Reserve, die in der Oberliga Rang drei belegt, das Topspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer Pforzheim/Eutingen erarbeitet.

„Jeder freut sich darauf“, strahlt Trainer Matthias Stocker angesichts der tollen Ausgangsposition vor dem Duell zweier Spitzenteams, die das Verlieren nicht gewohnt sind. Pforzheim ist noch gänzlich ohne Negativerlebnis, die HSG bislang nur direkt zu Saisonbeginn gegen Neuhausen und Köndringen-Teningen leer ausgegangen. Gewohnt sind die HSG-Talente dabei in den letzten Wochen schon einiges an Verletzungspech. Daran wird sich voraussichtlich auch vor dem Gang nach Pforzheim nichts ändern.

Spitzenspiel als Lohn für harte Arbeit

Doch die Freude auf den Vergleich in der Goldstadt ist den Konstanzern und ihrem Trainer deutlich anzumerken. „Wir dürfen als Dritter beim Spitzenreiter antreten“, sagt Stocker. „Zu einem absoluten Topspiel. Für uns ist das der Lohn für harte Arbeit.“ Die ultimative Reifeprüfung erfolgt nun beim Maß aller Oberliga-Dinge. Pforzheim/Eutingen steht seit Wochen unangefochten an der Tabellenspitze.

Lediglich 306 Gegentore bedeuten die mit Abstand stabilste Deckung und im Schnitt unter 22 zugelassene Treffer pro Begegnung. Ein echtes Bollwerk, für das mit Mile Matijevic – zuvor für den TV Großwallstadt aktiv – und Bastian Rutschmann zwei sehr erfahrene Torhüter verantwortlich zeichnen.

Torhüter Bastian Rutschmann (rechts, im Dress des Bergischen HC) in der Zweitliga-Partie im April 2018 gegen Chris Berchtenbreiter von der HSG Konstanz.
Torhüter Bastian Rutschmann (rechts, im Dress des Bergischen HC) in der Zweitliga-Partie im April 2018 gegen Chris Berchtenbreiter von der HSG Konstanz. | Bild: Deutzmann / deutzmann.net

Rutschmann war viele Jahre in der 1. Bundesliga Stammkeeper, zuletzt beim Bergischen HC, bis er im Sommer in seine Heimat zurückkehrte. Für den Rückraum stieß Jan Wörner hinzu, der bis Sommer noch beim TuS Ferndorf in der 2. Bundesliga aktiv war. Dazu einige Talente aus der eigenen Bundesliga-A-Jugend – und fertig war das über gleichermaßen Talent, Stärke und Erfahrung verfügende Topteam, das von vielen als Aufstiegskandidat Nummer eins gehandelt wird.

Der Wunsch Stockers lautet daher erst einmal, das Spiel „lange offen zu gestalten und ein gutes Handballspiel zu machen. Wenn wir dann an einem guten Tag Chance auf Punkte haben, wollen wir sie auch holen.“ Doch die Ergebnisse und der Kader zeigen, dass sich seine Mannschaft nun beim Besten, was die Oberliga zu bieten hat, behaupten müssen wird.

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„Mit ganz viel Freude, Lust und unserer Chance fahren wir da hin“, erklärt der 31-Jährige, der die eigene Deckung vor Manuel Mönch, einem der besten Feldtorschützen der Liga mit viel Wurfkraft aus dem Rückraum, warnen muss. Es sei „eines der Highlights“ meint Stocker zum Spitzenkampf. „Wir werden sehen, wie wir uns schlagen können. Ich habe aber ein gutes Gefühl. Wenn wir unsere Leistung bringen, sind Chancen gegeben.“