Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – GSVE Delitzsch 3:0. – Auch das erste Spiel der Rückrunde hat der TSV Mimmenhausen glatt gewonnen. Beim 25:22, 25:20 und 25:17 gab sich der Tabellenzweite keine Blöße, besiegte den Aufsteiger verdient auch in der Deutlichkeit. „Ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl“, sagte Spielertrainer Christian Pampel nach dem Schlusspfiff, „dass wir diese Partie aus der Hand geben.“

Mimmenhausen nur zu Beginn mit Schwächen

Nicht einmal im ersten Satz, in dem seine Mannschaft zu Beginn doch einige Unsicherheiten zeigte gegen die Nordsachsen. Diese mussten zwar ohne ihren Besten, Mittelblocker Robert Karl, auskommen, kompensierten dieses Manko aber bestens und duellierten sich lange auf Augenhöhe mit dem Favoriten in Blau-Gelb (8:7, 14:16). Weil die Mannschaft von Frank Pietzonka aber zwei Dinge nicht in den Griff bekam, verlor sie den ersten Durchgang. Zum einen Christian Pampel: Der Diagonalangreifer alleine sorgte für zehn Punkte in diesem Satz.

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Zum anderen erlaubte sich Delitzsch zu viele Eigenfehler in den entscheidenden Momenten. Wie beim Angriff von Jonas Hoffmann. Auch den verteidigte der Gast, um dann aber seinen Gegenangriff zum 25:22 ins Aus zu ballern.

Michael Diwersy nutzt Chance

„Wir haben die verteidigten Bälle nicht tot gemacht“, analysierte Pietzonka trocken, und „mussten dauernd einem Rückstand hinterher laufen. Auf die Dauer geht so etwas nicht gut.“ Vor allem im zweiten Durchgang. In dem hatte sich Kapitän Michael Diwersy freigespielt. Der Steller hatte den Vorzug vor Federico Cippolone erhalten und das Vertrauen seines Trainers voll erfüllt. „Er hat keine Unsicherheiten mehr gezeigt“, lobte Christian Pampel, „und seine Sache gut gemacht.“

Viel Lob von Spielertrainer Pampel

Ohne jetzt auf die unglaubliche Durchschlagskraft seines Diagonalangreifers zurückgreifen zu müssen. Christian Pampel bekam im zweiten Durchgang so gut wie keinen Ball mehr. Michael Diwersy und seine beiden Außenangreifer, Lukas Ott und Jonas Hoffmann, harmonierten prächtig über die Position 4. „Also haben wir so weitergemacht“, freute sich Pampel. Und weil in der Abwehr, „da haben wir immer wieder toll Bälle geholt“ (Pampel), und im Block konzentriert gearbeitet wurde, hatten die Delitzscher nun gar keine Chance mehr. Auch deren zahlreiche, teils „gewichtige“ (einer der Außenangreifer hatte nicht nur ein paar Kilo zu viel auf den Rippen) Wechsel brachten keine Wende mehr. Die Gastgeber schaukelten das 25:20 nun locker nach Hause.

Konzentriert zum klaren Sieg

Wer glaubte, die Sache sei nun erledigt, der Zweitliganeuling besiegt, der irrte. Erst nachdem Pampel auf 14:11 stellte, der übergewichtige Delitzscher das 15:11 besorgte und Ott zum 16:11 blockte, war der Widerstand des Außenseiters gebrochen. Mimmenhausen blieb konzentriert und zwei weitere Delitzscher Fehler besorgten den Endstand zum 25:17 und 3:0.

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Zufriedenes Fazit von Christian Pampel

„Das lief ein bisschen besser, als ich gedacht hatte“, fasste Christian Pampel eine Vorstellung zusammen, in der Mimmenhausen „gut aufgeschlagen, mit einer tollen Abwehr“ viele Bälle im Spiel gehalten und zu Punkten umgemünzt hat. Delitzsch auf der anderen Seite fehlte eindeutig das Zugpferd, während Mimmenhausen neben Jonas Hoffmann, dem Man of the Match, noch weitere hatte.

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TSV Mimmenhausen: Birkenberg (2), Pampel (14), Hoffmann (17), Becker (2), M. Diwersy (2), Ott (6), L. Diwersy (Libero).

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