2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Volley YoungStars Friedrichshafen (Samstag, 20 Uhr, Bildungszentrum Salem). – TSV Mimmenhausen – FT 1844 Freiburg (Sonntag, 16 Uhr, Bildungszentrum). – Konstrastprogramm beim TSV Mimmenhausen: Vergangenes Wochenende waren die blau-gelben Volleyballer noch als Außenseiter nach Hammelburg gereist – und sind mit einem souveränen 3:0 zurück an den Bodensee gekommen. Dieses Wochenende sind die Zeichen umgekehrt. Nicht zuletzt der bisher guten Vorstellungen wegen sind Spielertrainer Christian Pampel und Co. gegen die Novizen aus Friedrichshafen und die FT Freiburg als Favorit einzuschätzen.

TSV Mimmenhausen ist jetzt der Favorit

Mit Konsequenzen: Kapitän Michael Diwersy und seine Kollegen können auf keinen Fall wie noch zuletzt gegen Hammelburg sagen: Mal sehen, was dabei herauskommt. Die Gegner sorgen nun für Druck: „Natürlich will ich gewinnen“, sagt Pampel. Aber muss er das nicht, angesichts dieser Gegner? Der Diagonalangreifer äußert sich eher vorsichtig optimistisch. „Wenn wir vier Punkte holen, ist das ein gutes Ergebnis“, nimmt der ehemalige Weltklassespieler so ein wenig den Druck von den Spielern.

Christian Pampel hat Respekt vor dem Gegner

Pampel widerstrebt es zutiefst, ein „Lautsprecher“ zu sein, und er hat Respekt vor jedem Gegner. Die YoungStars, begründet er, hätten diese Saison – ihr zweites Jahr in der 2. Bundesliga – „einen Schritt nach vorn“ gemacht. Punktelieferant jedenfalls seien sie keine. Technisch und taktisch sei zwar kein großer Fortschritt aus seiner Sicht zu erkennen. Aber psychologisch schon. Die Mannschaft von Bundes-Stützpunkttrainer Adrian Pfleghar habe, so Pampel, ihre Nervosität abgelegt. „Sich auf Einbrüche bei ihnen zu verlassen“, bringe nicht mehr den erhofften Erfolg wie noch in der vergangenen Punkterunde. Friedrichshafen müsse man jetzt jeden Punkt zur harten Arbeit werden lassen, es dürfe keine Luft zum Atmen bleiben. Dann gelinge der Erfolg. Zuspieler Federico Cipollone, die Angreifer Jonas Hoffmann, Michael Kasprzak und Severin Hauke sowie Mittelblocker Johannes Becker stimmen ihrem Trainer da sicher zu: Sie alle wurden am Bundesstützpunkt ausgebildet.

Blick auf die Tabelle allein reicht nicht

Im Übrigen: Dass alleine mit dem Blick auf die Tabelle Kontrahenten zuverlässig in Favorit und Außenseiter eingeteilt werden könnten, habe der TSV Mimmenhausen ja vergangenes Wochenende selbst schlagkräftig widerlegt. Und er sei derzeit „kurioserweise auswärts besser als Zuhause“, warnt Pampel. Freiburg ergeht das ähnlich. Fünf der acht Punkte hat das Team von Trainer Jakob Schönhagen in fremden Hallen erschmettert. Entsprechend klar formuliert die Freie Turnerschaft ihre Ansprüche: 3:1 wie vergangene Saison.

Das wäre eine zusätzliche Freude

Nicht nur Christian Pampel sollte also erkannt haben: Favorit ist der TSV Mimmenhausen morgen und übermorgen schon. Auf dem Papier. Aufs Spielfeld müssen die Blau-Gelben aber erst einmal erneut eine so konzentrierte und fast fehlerlose Vorstellung wie zuletzt in Hammelburg zaubern. Erst dann sind die vier Punkte wohl mindestens drin; und dazu noch zusätzliche Freude für Christian Pampel: „Wenn wir am Wochenende für klare Verhältnisse sorgen“, sagt er, „sehen wir einer langweiligen Saison ohne Kampf um den Klassenerhalt bis zuletzt entgegen.“