Ringen: Nach dem letzten Kampftag der Saison 2016 stand der KSV Linzgau Taisersdorf mit fünf Siegen und 10:26 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz der Regionalliga Baden-Württemberg. Bei drei Aufsteigern aus den Oberligen Südbaden, Nordbaden und Württemberg in die Regionalliga sowie dem Aufstieg des Vizemeisters VfL Neckargartach von der Regionalliga in die neue DRB-Bundesliga Südwest hätte neben Schlusslicht KG Dewangen-Fachsenfeld auch das Ringerteam aus Taisersdorf als Vorletzter absteigen müssen. Doch es kam für die Linzgauer ganz anders.

Da der ASV Nendingen seine erste Mannschaft nicht für die neue DRB-Bundesliga gemeldet hatte, wurde diese in die Oberliga Württemberg zurückgestuft. Die zweite Mannschaft des ASV Nendingen, im vergangenen Jahr Meister der Regionalliga, wurde dann vom Staffelleiter in die Verbandsliga Württemberg zurückversetzt. Die Begründung: Eine zweite Mannschaft kann nicht höherklassiger starten als die erste Mannschaft. Durch die Rückstufung des ASV Nendingen II wurde für die neue Saison in der Regionalliga ein Platz frei, und diesen nimmt nun der KSV Linzgau Taisersdorf ein. Zwischenzeitlich hat Staffelleiter Hardy Stüber die neue Terminliste veröffentlicht. Die Linzgauer treffen auf folgende Gegner: WKG Weitenau-Wieslet, KSV Tennenbronn, AB Aichhalden, TUS Adelhausen II, RKG Reilingen/Hockenheim, RG Hausen/Zell, KSV Schriesheim (Aufsteiger Nordbaden), AV Sulgen (Aussteiger Württemberg) und KSV Rheinfelden (Aufsteiger Südbaden).

Das wird für die Ringerstaffel aus Taisersdorf wieder eine sehr schwere Saison werden, denn durch den Klassenerhalt sind die Linzgauer indirekt eine Klasse aufgestiegen. Beim Deutschen Ringerbund gibt es oberhalb der Regionalliga ab dieser Saison nur noch eine Liga, und das ist die DRB-Bundesliga.

Nach 1982 bis 1987 und 2009 bis 2010 sind die Ringer aus dem 300-Seelen-Dorf somit zum dritten Mal zweitklassig. Bis zum Saisonstart am 3. September beim Bezirksrivalen KSV Tennenbronn wartet auf das KSV-Trainertrio Ernst Martin, Andreas Rinderle und Remo Martin jede Menge Arbeit, um ihre Athleten auf die neue Runde vorzubereiten.

Auf der Matte bereits aktiv ist am Wochenende Marcel Käppeler, der bei der Junioren-DM startet. Für die Titelkämpfe der Nachwuchs-Freistilringer von 17 bis Jahren in Michelstadt (Hessen) wurde der Südbadische Meister der A-Jugend (69kg) von Landestrainer Mario Sachs zusätzlich für die Junioren gemeldet. Für den Linzgauer geht es in dem sehr starken Teilnehmerfeld vor allem darum, Wettkampferfahrung für die Titelkämpfe der A-Jugend Anfang April zu sammeln. (fm)