Turnen, Bundesliga: StTV Singen – SC Cottbus 43:32. – In Bestbesetzung trat Rekordmeister SC Cottbus beim StTV Singen an, um weitere zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch auch das Singener Turn-Team ging mit seinem besten Kader in den Wettkampf. In der vollbesetzten Münchriedhalle legte Singen am Boden vor und startete etwas nervös in den Wettkampf. So reichten zwei starke Übungen der Gäste, um sie mit 7:4 in Führung zu bringen.

Souveräner Neuzugang

Am Pauschenpferd zeigte dann Singens Neuzugang Daniel Popescu eine routinierte Vorstellung. Anschließend nutzte Luca Pollin die Patzer seines Gegners konsequent aus und Singen lag mit 6:0 in Front. Das anschließende Duell auf Weltklasseniveau zwischen Ivan Stretovich auf Seiten der Singener und dem Gästeturner Ilia Kovtun endete unentschieden, und auch Tim Leitenmair konnte mit einer sauberen Übung im letzten Duell von den Fehlern seines Gegners profitieren. Damit ging der StTV Singen mit 14:7 Punkten erstmalig in Führung.

Spannung an den Ringen

An den Ringen lieferten sich beide Teams erneut spannende und hochklassige Duelle, allen voran der Singener Nikita Ignatyev und der Cottbuser Igor Radivilov, welche das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinrissen. Am Ende trennte man sich mit einem gerechten 8:8-Unentschieden. Mit dem Zwischenstand von 22:15 Scores ging es in die Pause.

Sprung geht an Cottbus

Am Sprung konnte dann lediglich Daniel Popescu in seinem zweiten Einsatz für Singen drei Punkte erobern, alle anderen Sprünge konnte der SC Cottbus für sich entscheiden und gewann dieses Gerät mit 6:3 Punkten. Dieser Erfolg sollte die Gäste eigentlich nach vorne puschen, jedoch schlichen sich bei ihren Barrenübungen ungewohnte Fehler ein. Hier konnte nur der 16-jährige Ilia Kovtun mit einem Ausgangswert von 6,1 stolze vier Punkte für Cottbus sichern. Die anderen Übungen von Christian Dehm, Luca Pollin und allen voran Ivan Stretovich entschied das Turn-Team Singen für sich. So ging ein weiterer Gerätegewinn mit 10:4 Punkten auf das Konto der Heimmannschaft.

Cottbus zeigt Nerven

Vor dem Königsgerät Reck stand es nun 35:25 für Singen. Im ersten Duell bekam Gästeturner Christopher Jursch satte fünf Punkte für Cottbus zugesprochen. Im weiteren Verlauf zeigten dann aber die Gäste Nerven und mussten bei ihren Flugteilen einige Abgänge verkraften. Die Gastgeber ihrerseits brachten ihre Übungen auf den Punkt und konnten das letzte Gerät knapp mit 8:7 Punkten nach Hause bringen.

Begeistertes Publikum in der Münchriedhalle

Der überraschende 43:32-Endstand für den StTV Singen wurde vom begeisterten Publikum in der Münchriedhalle lautstark gefeiert. Der SC Cottbus bleibt damit auf Position vier, der StTV Singen schob sich mit dem ersten Sieg auf den fünften Rang vor. Singens nächster Gegner am 26. Oktober, der Siegerländer KV, befindet sich nach der Niederlage gegen die TG Saar punktgleich mit den Hohentwielern auf dem fünften Tabellenplatz. (od)