2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – GSVE Delitzsch (Samstag, 20 Uhr, Bildungszentrum Salem). – Die stille Freude über die Herbstvizemeisterschaft ist beim Architekten und Baumeister des sensationellen Erfolges des TSV Mimmenhausen arg gedämpft worden. Ihm gehen schlicht die Handwerksmeister aus. Diese Woche haben Christian Pampel „Hiobsbotschaften“ erreicht, die die Vorfreude des Spielertrainers auf die nächsten Partien arg bremsen.

Zu Michael Kasperczak, der nach seinem Handbruch schon vergangene Woche gefehlt hatte, kommt nun noch Tobias Streibl mit einem gebrochenen Arm. Und Bogdan Birkenberg laboriert noch immer an einem schlecht verheilten Bruch, der eventuell noch einmal operiert werden muss. Sollte auch er ausfallen, hat der TSV Mimmenhausen nur noch einen etatmäßigen Mittelblocker zur Verfügung.

Auch Außenangreifer Hoffmann ist angeschlagen

Um die ganze Sache noch unerfreulicher zu machen: Jonas Hoffmann ist angeschlagen. Es ist noch nicht sicher, ob der starke Außenangreifer gegen den Gymnasialen Sportverein Ehrenberg Delitzsch wird auflaufen können.

Dabei hatte Christian Pampel doch vor, alle jenen Volleyballern, die in der Hinrunde nicht aktiv an der Siegesserie hatten teilnehmen können, im zweiten Teil der Saison mehr Spielanteile zu gönnen. Jetzt, da der Klassenerhalt, noch immer das Mimmenhauser Ziel, rein rechnerisch zwar noch nicht in trockenen Tüchern, aber unter normalen Umständen so gut wie sicher ist.

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Unter diesen Umständen stellt sich das blau-gelbe Team jedoch so gut wie von selbst auf. Pampel muss sich sogar bei der zweiten Mannschaft (Tabellenführer in der Verbandsliga) bedienen. Sonst könnte die erste Mannschaft nicht einmal ein richtiges Training abhalten.

Keine guten Voraussetzungen für die Partie gegen die Nordsachsen, die sensationell in die Saison gestartet waren. Nach sieben Spieltagen aber genauso scharf ins hintere Drittel der Tabelle abstürzten. Die Mannschaft des ehemaligen DDR-Top-Volleyballers Frank Pietzonka präsentiert sich auswärts unter Durchschnitt, spielt einen ungewöhnlichen Volleyball.

Das Hinspiel ging mit 1:3 verloren

„Sie kommt stark über die Mitte“, sagt Pampel. Und sie hat in Robert Karl ihren erfolgreichsten Mann. Es kommt selten vor, bestätigt aber Pampels Analyse: Der Mittelblocker wurde schon in 13 Partien sieben Mal zum Mann des Matches gewählt.

„Delitzsch spielt seine Schnellangriffe auch dann, wenn es schlecht angenommen hat“, warnt Pampel. Aber der Annahmeriegel sei „nicht schlecht“, fügt er gleich an. Diese Erkenntnisse stammen aus dem Hinspiel. Das hatte Mimmenhausen beim Aufsteiger am 14. September 2019 mit 1:3 verloren. „Das Ergebnis aber sagt nicht mehr viel aus“, stellt Christian Pampel trocken fest. „In der Zwischenzeit haben sich die Teams ja weiterentwickelt.“ Da ist sie wieder: die stille Freude.