Oberliga: HSG Konstanz II – TuS Schutterwald 36:24 (17:11). – Die HSG Konstanz II scheint auch trotz zahlreicher Verletzter nicht zu stoppen zu sein. Gegen den stark gestarteten TuS Schutterwald gelang mit 36:24 (17:11) gar ein Kantersieg im Südbaden-Duell. Es war der sechste Erfolg in Serie für das Team von Matthias Stocker, das seit sieben Partien ungeschlagen ist und mit 13:5 Punkten Tabellenplatz drei der Oberliga zementiert hat.

Dass es so deutlich werden würde, war nicht abzusehen. Mit Samuel und Jonas Löffler sowie Benjamin Schweda und Jonas Hadlich fehlte erneut die komplette Rückraumreihe, sodass wieder das eintrat, was Matthias Stocker eigentlich unbedingt vermeiden wollte: dass er erneut als Spieler zum Einsatz kommt.

Matthias Stocker hat nichts verlernt

Dass der ehemalige Zweitligaspieler jedoch nichts verlernt hat, zeigte er mit klugen Pässen, vier Toren, einem verwandelten Tempogegenstoß und sogar in der Defensive. „Es war eben nochmal soweit angesichts der Ausfälle“, schmunzelte der 31-Jährige später. „Das hat Spaß gemacht. Wenn man in eine funktionierende Mannschaft kommt, fällt einem sowas aber auch leicht. Das war es jetzt aber auch – hoffe ich.“

An diesem Tag funktionierte fast alles. Vor allem mit der beweglichen, aggressiven 3:2:1-Deckung stellte die Zweitliga-Reserve den starken Aufsteiger vor unlösbare Probleme und drängte ihn immer wieder ins Zeitspiel. Kai Mittendorf hatte als Abwehrchef das Bollwerk gut im Griff, als Speerspitze störte Lars Michelberger die Gäste immer wieder sehr früh im Spielaufbau.

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„Ein super Spiel“, konnte sich Stocker freuen, der an der Seitenlinie wieder bestens von Fabian Wiederstein und Benjaminen Schweda vertreten wurde. Schon nach 15 Minuten stand es 9:5, zur Pause waren es sechs Tore Vorsprung für seine Mannschaft, in der A-Jugend-Kreisläufer Rohat Sahin beim Herren-Debüt seinen ersten Torerfolg feierte.

Dank der unüberwindbaren Deckung der Konstanzer rollte die Tempogegenstoß-Maschine der HSG auf Hochtouren. Jerome Portmann war mit zehn Treffern ein dankbarer Abnehmer der punktgenauen Anspiele.

Kracher aus dem Rückraum sorgen für Druck

Aber auch Zwei-Meter-Hüne Lars Michelberger sorgte mit sechs Krachern aus dem Rückraum bei sechs Versuchen für den nötigen Druck aus der Distanz. Stocker lobte die „überragende Abwehr, die große Bereitschaft und Zweikampfführung. Wir haben auch nie nachgelassen.“ So baute die HSG den Vorsprung in der zweiten Hälfte weiter kontinuierlich aus. 20:13, 24:15, 34:20 lauteten die Zwischenstationen vor dem 36:24-Erfolg.

Über das auch in der Breite vorhandene Potenzial war der HSG-Coach wenig erstaunt, „es ist nur die Frage, wie wir es abrufen. Das ist der Unterschied zu den ersten vier Spielen. Gegen Schutterwald haben wir sicher eine unserer besten Leistungen gezeigt, sehr variabel und schwer auszurechnen.“

HSG II: Ebert, Herrmann (Tor); Mauch (6/2), Mittendorf, Portmann (10), Sahin (1), Mack (2), Fehrenbach, Stocker (4), Michelberger (6), Gottesmann, Volz (5), Dahm, Storz (2). – Z: 200.