Einmal im Jahr wird das Radolfzeller Herzenbad zum Mittelpunkt der Ausdauersportler am Bodensee, so auch am gestrigen Sonntag beim 12. Megathlon. Die unterschiedlichsten Athleten tummeln sich im bunten Treiben am Ufer des Untersees. Alles ist dabei, vom durchtrainierten Leistungssportler bis zum Spaßteam. In hautengen Radtrikots und Laufshirts stehen junge und ehrgeizige Athleten neben solchen, die Spaß und Bewegung an einem herrlichen Sommersonntag verknüpfen, wie etwa die Joule Junkies von der Mettnau, die in Kochmützen starten.

Sie alle eint die Herausforderung Megathlon: fünf Sportarten bei einem Event. Die besten Starter meistern dabei das Schwimmen im Bodensee (1,5km), die Rennradstrecke über den Schiener Berg (42km/600 HM), das Inlinefahren (20km/ 150 HM), den Mountainbikekurs (36km/600 HM) und das Laufen (10km) allein, andere sind als Duo dabei oder in Fünferteams. Schon früh laufen die ersten drahtigen Sportler ins Ziel, während einige Mountainbiker oder Inliner in den Team-Wettbewerben die Wechselzone erreichen und den imaginären Staffelstab weitergeben. Alle bekommen sie den gleichen Applaus von den zahlreichen Zuschauern.

So richtig laut wird es um kurz vor zwölf, als nach 3:48;14 Stunden die Ersten ins Ziel kommen. In der Teamwertung gewinnen die Black Forest Youngsters (Moritz Schmid, Patrick Reger, Marcel Eschbach, Patrick Rieger, Martin Diebold) vor der Mannschaft Aqua Sphere Mixed, die mit Corinna Moser, Felix Saur, Arnold Makarewis, Sandro Muhl, Dominic Müller in 3:54;20 Stunden auch die Mixed-Wertung gewinnt. Auf Rang drei landet Happy Fit Singen (Armin Hummel, Klaus Steinkeller, Florian Asch, Christof Cords, Marc Seiterle) in 3:54;39 Stunden.

An der Startzone am Wasser, wo bereits am frühen Morgen die ersten Schwimmer auf die Strecke gegangen sind, kühlen sich diejenigen ab, die ihre Disziplinen schon beendet haben. An der Spitze der Einzelstarter tobt da bereits der Kampf um den inoffiziellen Titel „König vom Bodensee“, oder besser gesagt um den des Vizekönigs, denn der Erste, Christoph Luginbühl (Chris sports tri team) aus der Schweiz, ist dem Rest weit voraus. Er gewinnt in 4:19;16 Stunden, mehr als zehn Minuten vor Matthias Klumpp (Team Alb-Gold/TSG Reutlingen), der nach 4:30;14 Stunden nur etwas mehr als eine Minute Vorsprung auf Leonhard Lukoschek (SV Nikar Heidelberg, Team Auto Peters/4:32;54) hat.

Dutzende Zuschauer oder Teamkollegen feuern die Läufer auf ihren zwei Runden im Schatten der Platanenallee an, während ein Kommentator im Ziel und an der Wechselzone das Publikum über die aktuellen Stände informiert. Am Anfang kommen an der Spitze die Teams tröpfchenweise ins Ziel, später dann in der Breite wie an einer Perlenkette aufgereiht. Dazwischen steht fest, dass auch die Königin vom Bodensee in diesem Jahr aus der Schweiz kommt. Bei den Frauen siegt Tabea Ruegge-Zimmermann (tab-di.com) in 4:51;51 vor dem deutschen Duo Claudia Bregulla-Linke (Erdinger Team Alkoholfrei SC Riederau, 5:06;51) und Alexandra Rechel (BSG Sparkasse Darmstadt, 5:10;04).

Den Hattrick der Eidgenossen perfekt macht in der Kategorie Couples, in der sich zwei Starter die fünf Disziplinen aufteilen, das Stöckli Racing (Remo Michel/Daniela Stump Mixed), das in 4:22;31 Stunden vor KatJan (Katja Ulbrich/Jan Höme, 4:25;53) und DirtySox (Marco Christen/Lea Thüring, 4:26;58) auf Rang eins landet. Am Ende ziehen die Organisatoren der Agentur Sauser Event aus Villingen-Schwenningen (siehe Interview) eine positive Bilanz und freuen sich schon auf den 13. Megathlon, wenn am 23. Juli 2017 das Herzenbad wieder zum Mittelpunkt der Ausdauersportler am Bodensee wird.
 

Alle Ergebnisse im Internet unter: www.bodensee-megathlon.de
 

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