Handball, 3. Liga Frauen: SV Allensbach – TuS Metzingen II 35:29 (16:17). – Die Allensbacherinnen mussten neben Hannah Person krankheitsbedingt auch auf Sarah Rothmund verzichten. Dafür stand die litauische Nationalspielerin Greta Rinkeviciute wieder im Kader, und auch Tabea Maier konnte mitwirken. Beide Teams legten ein hohes Tempo an den Tag, und die Tore fielen im Minutentakt. Für die ersten beiden Treffer der Allensbacherinnen zeigte sich die starke Julia von Kampen verantwortlich, die auch als Abwehrchefin einen guten Part spielte. Unter der Woche hatte der Verein erst ihre Vertragsverlängerung bekannt gegeben.

Wechselnde Führung

Bis zur siebten Minute konnte sich der SVA dann das erste Mal auf drei Tore absetzen – 5:2. Doch die Metzingerinnen blieben durch ihre beiden gefährlichsten Spielerinnen Saskia Wagner und Ronja Slawitsch dran. Die Gastgeberinnen produzierten in dieser Phase zu viele Fehler und ließen beste Einwurfmöglichkeiten aus, sodass der Tabellenführer seinerseits durch einen 5:0-Lauf in Führung gehen konnte. Allensbach nahm dann aber wieder das Heft in die Hand und drehte die Partie durch Tore von Laura Epple und Nadja Greinert. Von da an blieb das Spitzenspiel ausgeglichen, auch zwei Zeitstrafen innerhalb kürzester Zeit überstanden die Blau-Gelben unbeschadet. In den letzten fünf Minuten vor der Pause überschlugen sich die Ereignisse dann nochmals. Metzingen legte drei Tore vor, weil der SV Allensbach in der Defensive zu mangelhaft agierte. Doch erneut schlugen die Mädels vom Bodensee zurück und verkürzten bis zum Halbzeitpfiff auf 16:17.

Laura Strosack beste Torschützin

Die zweite Hälfte gestaltete sich zu Beginn weiter ausgeglichen. Laura Strosack, die jüngst ebenfalls ihren Vertrag verlängerte und die am Ende mit acht Toren beste Schützin ihrer Farben war, sorgte wie schon zum Ende der ersten Halbzeit für zusätzliche Torgefahr im Rückraum.

Das könnte Sie auch interessieren

In der 39. Minute nahm der Gästetrainer eine Auszeit, um seine Spielerinnen nochmals besser einzustellen, doch bis auf mehr als ein Tor kamen die Metzingerinnen nicht mehr heran. Ab der 40. Minute läutete die gut aufgelegte Jugendnationalspielerin Kimberly Gisa mit einem schön herausgespielten Tor vom Kreis die stärkste Phase der Allensbacherinnen ein. Auch die Defensive stand nun deutlich besser, und jede gelungene Aktion bejubelten die Spielerinnen emotional. So bauten die Gastgeberinnen ihre Führung bis auf sieben Tore aus und gewannen am Ende verdient mit 35:29.

Zehn verschiedene Torschützinnen

Zehn verschiedene Torschützinnen zeugten von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die zwei Punkte waren enorm wichtig, um den Anschluss an die vorderen Plätze zu halten. Am kommenden Wochenende muss die Mannschaft von Sandra Reichmann und Oliver Lebherz zu den Schwaben Hornets nach Nellingen. Keine leichte Aufgabe, steckt die Mannschaft mit den ehemaligen Allensbacherinnen Chiara Baur und Stephanie Lukau doch mitten im Abstiegskampf.

SVA: Kuntz, Leenen (Tor); Grathwohl (1), Willauer, Greinert (7/2), Maier, Bok (2), Gisa (3), von Kampen (4), Epple (3), Rinkeviciute (3), Allgaier (1), Scholl, Strosack (8), Ilciukaite (1). – Z: 200