Fußball-Verbandsliga: SC Lahr – SC Pfullendorf (Samstag, 14.30 Uhr). – Auf Rang sieben sind die Linzgauer nach dem 2:4 gegen die DJK Donaueschingen, der ersten Heimniederlage in dieser Saison, gerutscht. Den Abschluss des Jubliäumsjahres 2019 bildet nun am Samstag das Gastspiel beim SC Lahr, dessen Formkurve mit fünf Siegen in Serie derzeit steil nach oben zeigt, während die Elf von SCP-Trainer Adnan Sijaric seit vier Wochen ohne Sieg ist.

Sijaric knabbert noch an der Niederlage gegen Donaueschingen

Zu knabbern hat Adnan Sijaric immer noch an der überraschenden Pleite am vergangenen Samstag: „Die erste Heimniederlage hat schon sehr weh getan. Wir waren eigentlich in allen Bereichen besser als Donaueschingen, dazu haben wir auch noch eine Zwei-Tore-Führung gehabt.“ Wieder einmal haben sich die Linzgauer von einem Gegner aus der unteren Tabellenhälfte den Schneid abkaufen lassen. „Im Zweikampfverhalten waren wir oft zweiter Sieger, und der Gegner hat auch einen größeren Willen gezeigt. So haben wir das Spiel verdient verloren“, analysiert Sijaric.

Schwierige Phase für SC Pfullendorf

Derzeit befindet sich der SC Pfullendorf in einer schwierigen Phase. Ginge es nach den Tiefental-Kickern, würden sie sich lieber heute als morgen in die Winterpause verabschieden, um wieder Kräfte zu sammeln und Verletzungen auszukurieren. „Ich glaube, dass keiner die Winterpause eher herbeisehnt als wir. Wir haben momentan solche personellen Probleme, sodass wir wahrscheinlich gerade mal mit elf oder zwölf Mann anreisen werden“, so Sijaric. Zu den Langzeitverletzten Stefan Zimmermann (Armbruch), Robin Rauser (Kreuzbandriss), Levent Petruv (Sprunggelenkverletzung) und Frank Stark (Bänderverletzung) gesellen sich nun noch Abwehrchef Sandro Caltabiano mit Pfeifferischem Drüsenfieber, Luca Gruler mit zusätzlicher Fraktur an der schon gebrochenen Mittelhand, Jonas Lang mit Sprunggelenkproblemen und Joshua Menger, der beruflich verhindert ist. Zudem ist Michael Beck nach einer Prellung noch fraglich. Alles andere als gute Vorzeichen für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Und ausgerechnet jetzt erwartet die Pfullendorfer beim SC Lahr eine ganz harte Prüfung. „Lahr ist nach Offenburg die Mannschaft der Stunde. Sie hat schon im Vorrundenspiel einen sehr robusten Eindruck hinterlassen. Eine sehr schwere Aufgabe. Wir werden aber unser Bestes geben“, sagt Sijaric, dessen Team das Hinspiel am zweiten Spieltag mit 3:0 gewinnen konnte. (stl)

Radolfzell beim Spitzenreiter

Offenburger FV – FC 03 Radolfzell (Samstag, 14.30 Uhr). – Im letzten Spiel vor der Winterpause geht die Reise für den FC 03 Radolfzell in die Ortenau, zum Tabellenführer Offenburger FV. Offenburg ist nach einem schlechten Start so richtig in Form gekommen und konnte die letzten zehn Spiele gewinnen. Es droht ein Alleingang des Offenburger FV. Der Spitzenreiter von der Badstraße hat am Samstag nun die Chance, gegen Radolfzell den elften Sieg in Serie einzufahren. Mit 35 Punkten steht der Offenburger FV auf dem Platz an der Sonne, drei Niederlagen trüben ein wenig die Bilanz des Gastgebers mit ansonsten elf Siegen und zwei Unentschieden. Das Team von Coach Florian Kneuker scheint im Augenblick niemand stoppen zu können.

Mettnauer fahren ohne Angst nach Offenburg

Dennoch sollte der FC Radolfzell keine Angst haben vor Offenburg, da die Mettnauer lieber gegen spielende Mannschaften antreten, als gegen solche, die aus einer sicheren Abwehr heraus agieren und dann auf Konter setzen. Radolfzell sollte aber auf die eigenen Stärken setzen: das Tore schießen. Der FC Radolfzell erzielt im Schnitt mehr als zwei Treffer pro Spiel und hat auch das Hinspiel in Radolfzell mit 2:0 gewonnen. Damals war es ein Spiel auf Augenhöhe, und erst in den Schlussminuten kam der FCR zu den beiden Toren. Mit 21 Punkten stehen die Seehasen derzeit auf Tabellenplatz zehn nach fünf Siegen, sechs Unentschieden und fünf Niederlagen. Nun gilt es, nochmals alles zu geben und vielleicht mit einem Erfolgserlebnis nach Radolfzell zurückzukommen. Das wäre für die Moral der Mannschaft gut, die dann beruhigt in die Winterpause gehen könnte.

Gäste brauchen aber einen Sahnetag

Der FC Radolfzell muss allerdings einen Sahnetag erwischen, um gegen den Offenburger FV etwas auszurichten. Angesichts der gegnerischen Formstärke und der Tabellenposition sind die Seehasen Außenseiter in diesem Spiel, auch wenn sie im direkten Duell mit Offenburg noch mit 5:4 führen. (km)