Fußball-Verbandsliga: SV Kuppenheim – SC Pfullendorf 3:2 (2:0). – „Das heute war Aktivenmannschaft gegen Schülermannschaft“, sprach der Pfullendorfer Trainer Adnan Sijaric nach Spielende deutliche Worte, spielte dabei vor allem die schwache Gegenwehr seiner Elf im Zweikampfverhalten an. „Das war einfach nicht gut. Wir haben die erste Halbzeit wiederholt verschlafen“, ärgerte sich der SCP-Coach angesichts der schwankenden Auftritte auf fremden Terrain im Vergleich zu den bisher konstant guten Leistungen in den Heimspielen.

Frühe Führung für den SV Kuppenheim

Von Sijarics gefordertem „Dagegenhalten“ war zu Beginn nichts zu sehen. Der Sportclub kam zunächst keineswegs klar. So wurden die Pfullendorfer bereits nach fünf Minuten eiskalt erwischt, als Steven Herbote aus der Distanz abzog, die Faustabwehr von Willibald aber genau vor den Füßen von Andreas Weisgerber landete, der den Nachschuss fulminant in den Winkel jagte – 1:0. Der SCP schien gar nicht präsent, Marenas Querschläger konnte Behr gerade noch von der Linie kratzen (10.). Zehn Zeigerumdrehungen später wurde die Sijaric-Elf erneut eiskalt erwischt, als Herbote erneut aus der zweiten Reihe abzog, Willibald beim Rettungsversuch den Ball aber selbst in den Torwinkel lenkte – 2:0.

Drei Wechsel vor der Pause

Unmittelbar danach bot sich den Gästen die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Gruler per Kopfballvorlage bediente den startenden Samuel Peter, der den Ball an Torhüter Fabian Hegele und auch am Kuppenheimer Tor vorbei legte (22.). Um besseren Zugriff zu erhalten, sah sich Sijaric bereits früh zu personellen Maßnahmen gezwungen, Stützle und Sautter ersetzten Gül und Gruler bereits nach einer halben Stunde. Drei Minuten vor der Pause kam dann noch Kukic für Samuel Fischer. Drei Wechsel noch vor der Pause sprechen Bände. Dabei hätten die Pfullendorfer zur Pause noch höher in Rückstand liegen können. Götz zog aus spitzem Winkel ab, Willibald rettete, den Nachschuss setzte der Kuppenheimer Michael-Patrick Engel dann aber über das SCP-Gehäuse (34.). Auf der Gegenseite vergaben Stützle (36.) und Peter (42.) Halbchancen.

SCP erstarkt nach dem Seitenwechsel

Ein anderes Gesicht zeigten die Linzgauer nach der Pause. In der 50. Minute klärte SVK-Schlussmann Fabian Wegele unorthodox mit dem Oberschenkel einen Distanzschuss von Kukic. Vier Minuten später war es dann aber so weit: Mit einem Solo ließ der Pfullendorfer Samuel Peter gleich mehrere Gegenspieler stehen und jagte die Kugel unhaltbar ins lange Eck (54.). Doch die Pfullendorfer Freude war nur von kurzer Dauer, denn nach einem Konter konnte Steven Herbote frei auf das SCP-Gehäuse zulaufen und bewahrte auch vor Willibald die Nerven (59.).

Stützles Treffer kommt zu spät

Der SCP aber drückte weiter. Mit einem starken Reflex konnte Hegele im Kuppenheimer Kasten den Kopfball von Borislav Kukic gerade noch zur Ecke lenken (66.). Die Hausherren schafften es in der Schlussphase kaum noch für Entlastung zu sorgen, hatten aber meist das Glück auf ihrer Seite. Stützles Kopfballtreffer nach Waldraff-Flanke 90 Sekunden vor Spielende kam aber zu spät, sodass es schlussendlich bei der knappen 2:3-Niederlage blieb, die aus Pfullendorfer Sicht vermeidbar gewesen wäre, aufgrund der schwachen ersten Hälfte aber voll in Ordnung ging.

SC Pfullendorf: Willibald – Behr, Rauser, Fischer (43. Kukic), Marena – Beck (75. Waldraff), Caltabiano – Gruler (30. Stützle), Menger, Gül (30. Sautter) – Peter.

Tore: 1:0 (5.) Weisgerber, 2:0 (20.) Herbote, 2:1 (54.) Peter, 3:1 (59.) Herbote, 3:2 (89.) Stützle. – SR: Zanke (Neulingen). – Z: 150.

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