Motorsport: Im Rahmen der ADAC GT-Masters trug die ADAC TCR Germany ihr fünftes von sieben Rennwochenende in der „Grünen Hölle“ am Nürburgring aus. Die beiden Mitglieder der RG Graf Zeppelin Friedrichshafen, Michelle und Mike Halder, gelang keine optimale Punktausbeute. Michelle wurde am Samstag Zwölfte, Mike 15. Das Sonntagsrennen war kaum gestartet, da setzte Starkregen ein. Es wurde in der achten Runde abgebrochen und nicht mehr gestartet. Mike wurde Vierter, Michelle Fünfzehnte. In der Gesamtwertung büßte der 23-Jährige einen Platz ein, ist jetzt Vierter. Schwester Michelle ist Dritte der Rookie-Wertung. In der Gesamtwertung verbesserte sie sich auf Rang sieben.

Müheloses Qualifying für Mike Halder

Die Qualifyings überstand Mike mühelos, Michelle kämpfte bis zum Schluss und musste sich um gerade mal 65/100 geschlagen geben. Beim neunten Wertungslauf wurde die Start-Ampel sehr, sehr spät auf Grün geschaltet: Die Halders gehörten zu den Frühstartern. In der ersten Kurve versuchte Harald Proczyk (Hyundai) einen außerirdischen Bremspunkt zu finden, traf Mike Halders Honda Civic FK7 TCR: Der Achsträger war verbogen. Die Drive Through und die schadhafte Hinterachse erlaubten keine schnellen Rundenzeiten, er wurde Fünfzehnter. Michelle erging es etwas besser. Sie verteidigte Rang zwölf.

Es goss wie aus Kübeln

Beim Rennen am Sonntag gelang Mike Halder ein perfekter Start. Nach der ersten Runde war er Sechster. Dann wurde der Regen immer heftiger. Es goss wie aus Kübeln. So entschloss sich die Rennleitung zum Abbruch in der achten Runde. Aufgrund des Reglements wurde das Rennen mit dem Stand der sechsten Runde gewertet. Mike Halder wurde Vierter, Michelle 15. Die Halder-Geschwister standen also zum ersten Mal bei einem Nürburgring-Rennen nicht auf dem Podest.

„Mit Rang vier bin ich zufrieden“

Mike: Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen Frühstart hatte, das ist schon ewig her. Das ärgert mich schon. Der Zwischenfall mit Proczyk war unnötig. Mit der krummen Hinterachse und der Drive Through gab es nur eins: Schadenbegrenzung. Am Sonntag habe ich all meine Erfahrung einsetzen müssen, der Regen war schon heftig. Mit Rang vier bin ich zufrieden.“

Michelle Halder ärgert knapp verpasster Shoot Out

Michelle: Ich bin mit dem Rennwochenende nicht ganz zufrieden. So knapp nicht in den Shoot Out zu kommen, ärgert mich. Ich bin froh, den Re-Start optimal hinbekommen zu haben, somit ist der zwölfte Platz mit der Drive Through OK. Das Sonntagsrennen ohne Schaden zu überstehen, war schon eine Herausforderung. Schade, dass ich dadurch meinen zweiten Platz in der Rookie-Wertung verloren habe.“ (meh)