Volleyball, 2. Bundesliga: Volley Youngstars Friedrichshafen – TSV Mimmenhausen (Freitag, 20 Uhr, ZF-Arena). – Christian Pampel gehört nicht zu jenen Menschen, die einen Gegner nur einfach loben, um dann noch besser da zu stehen, wenn dieser besiegt worden ist. „Die Youngstars“, sagt der Mimmenhauser Spielertrainer, „sind athletisch sehr stark, sie sind groß, und deshalb steht ihr Block auch sehr hoch und gut.“ Außerdem seien sie „recht gut im Angriff“. Fakten, kein Honig um den Bart schmieren. Der Mannesschmuck dürfte bei den meisten Friedrichshafener Nachwuchsvolleyballern, keiner ist älter als 19 Jahre, sowieso noch nicht so ausgeprägt sein.

Heimstarke Youngstars

Pampel warnt davor, das Team des Bundesstützpunkts Friedrichshafen auf die leichte Schulter zu nehmen. Nicht nur der ausgeprägten Heimstärke wegen. Ihre 17 Punkte, eine sehr ordentliche Zwischenbilanz für die außer Konkurrenz spielenden Volleyball-Eleven. Die haben in ihrem zweiten gemeinsamen Jahr unter Trainer Adrian Pfleghar und Co-Trainer Bogdan Jalowietzki gute Fortschritte gemacht.

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Unangenehme Aufschläge

Entsprechend unangenehm würden sie, wenn „ihre Aufschläge kommen“, kennt der Mimmenhauser Diagonalangreifer einen weiteren ihrer Pluspunkte. Er kennt aber auch ihre Schwächen. Zum Beispiel Erfahrung. In engen Situationen am Netz, in denen sie wissen, dass sie keinen Punkt machen können, aber auch keinen Fehler machen dürfen. Dann fehlen ihnen bei ihren einfacher strukturierten Angriffen ein „bisschen die Lösungen, fällt ihnen oft ihr Spiel auf die Füße“.

Aktiv die Partie angehen

Das wollen Christian Pampel und der TSV Mimmenhausen nutzen. „Vor allem unser Aufschlag muss ordentlich sein“, verlangt er. Dann entwickle sich dieses Duell schon in die richtige, die Mimmenhauser Richtung. Und aktiv müssen seine Volleyballer diese Partie angehen, sagt Pampel. Im Gegensatz zu früher hätten die YoungStars gelernt, Wellentäler zu durchschreiten. „Einfach nur mitspielen und darauf warten, dass sie einbrechen“, funktioniere nicht mehr. Der Bundesstützpunkt „ist ein Gegner, der richtig gut Volleyball spielen kann, nicht umsonst hat er bereits 17 Punkte geholt“, lobt Pampel. „Wir müssen unser Spiel machen, wenn wir punkten wollen.“

Lukas Ott als Pampel-Alternative

Und das will der TSV Mimmenhausen, der eventuell auf seinen Spielertrainer verzichten muss. Vergangenes Wochenende, beim 3:0 über Leipzig, hat den Diagonalangreifer schon seine Achillessehne gezwickt. Und die meldete sich im Training wieder. Sollte er tatsächlich nicht antreten können, sieht der weitaus beste Angreifer der Blau-Gelben das nicht als Beinbruch an. Jetzt müssten eben die Kollegen ran, sein trockener Kommentar. Lukas Ott, gelernter Hauptangreifer, übernähme dann Pampels Rolle.