Segeln: In fünf Bootsklassen – 420er, Europe, Laser-Radial, Laser 4.7 und Optimist-Dinghy – werden von Donnerstag bis Sonntag die Landesjüngsten- und -jugendmeisterschaften ausgesegelt. 95 Teilnehmer in 84 Booten gehen auf dem Bodensee vor dem Friedrichshafener Seemoos an den Start.

WYC ist Gastgeber an der Landesmeisterschaft

Veranstalter ist die Seglerjugend des Landes-Segler-Verbandes, gastgebender Verein der Württembergische Yacht-Club, der vom Wassersportverein Friedrichshafen (WVF) unterstützt wird. Zwölf Wettfahrten sind vorgesehen, ab drei gültigen Läufen kann das jeweils schlechteste Ergebnis gestrichen werden. Nach der Begrüßung und einer ersten Steuerleute-Besprechung am Donnerstagmorgen soll es dann mittags aufs Wasser gehen. Gesegelt wird auf drei Bahnen, die von Claudia Bucher (420er, Europe), Daniel Wehrle (Laser) und Conrad Rebholz (Optimisten) geleitet werden. Über die Einhaltung der Wettfahrtregeln wacht eine Jury unter der Leitung von Timo Haß, dem Jugendobmann des Deutschen Segler-Verbandes.

Größte Gruppe sind die Optimisten

Größte Gruppe sind die Optimisten mit 30 Meldungen, darunter auch EM-Teilnehmer Riccardo Honold (BYC Überlingen). Vom WYC wollen sich hier Sophie Schneider und Finn Meichle gut präsentieren. Im Laser-Radial sind 19 Teilnehmer gemeldet, jeweils elf Boote im Laser 4.7 (das kleinste Rigg auf der olympischen Jolle), der Europe und dem Zweihandboot 420er.

Dient der Sicherheit

Zuletzt fand die Landes-Jugendmeisterschaft vor zwei Jahren in Seemoos statt. Neu ist diesmal die weitgehend papierlose Verwaltung der Regatten. Von der Meldung über Formulare bis hin zu den Segelanweisungen ist alles digitalisiert, nichts soll es mehr auf Papier geben. Mit speziellen RFID-Armbändchen werden die Segler diesmal ausgestattet, mit denen sie an der Sliprampe auschecken müssen, wenn sie aufs Wasser gehen, und nach Rückkehr auch wieder einchecken. So ist auf einen Blick ersichtlich, ob und wer noch auf dem Wasser ist. „Das Armband dient der Sicherheit. Man weiß da etwa bei schlechter Witterung und Sicht sofort, ob alle zurück sind“, erklärt Wettfahrtleiter Conrad Rebholz, der auch schon mal ein Gewitter erlebt hat, wo binnen Minuten die Sichtweite unter 100 Meter lag.

Seemoos ideal für große Regatten

Das weitläufige Gelände des WYC in Seemoos ist ideal für eine so große Regatta mit Jugendlichen: Von der Bolz-wiese bis zur Tischtennisplatte ist da auch für Abwechslung gesorgt, wenn es keinen Wind hat – und in der Winterlagerhalle bleibt man trocken, sollte es statt Wind auch noch Regen haben.

Infos rund um die Landesjugendmeisterschaft unter www.ljm-bw.de

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