Oberliga: HC Neuenbürg – HSG Konstanz II (Samstag, 20 Uhr, Stadthalle). – Allem Verletzungspech zum Trotz reitet die zweite Mannschaft der HSG Konstanz auf einer Erfolgswelle. Sechs Siege in Folge, seit sieben Spielen ungeschlagen, Tabellenplatz drei. Am Samstag steht nun mit dem Gastspiel beim starken Aufsteiger HC Neuenbürg die schwerste Aufgabe der letzten Wochen bevor.

Schließlich könne man, so Trainer Matthias Stocker, mit Blick auf die Ergebnisse zwar von einem Lauf sprechen, „die Begegnung gegen Schutterwald war aber die erste, in der wir von Beginn an richtig stark gespielt haben.“ Obwohl die komplette etatmäßige Rückraumreihe ausfiel, überrollte die Zweitliga-Reserve den toll gestarteten Konkurrenten aus der Ortenau mit 36:24 und fügte ihm die erste deutliche Niederlage der Saison bei.

Wird Matthias Stocker erneut spielen müssen?

Stocker bleibt gewohnt nüchtern und verweist auf das Auswärtsspiel in Fellbach, als der Knoten erst in der zweiten Halbzeit nach sieben Toren Rückstand platzte. Mit etwas Glück und dem nötigen Können habe man das Match gedreht, so der 31-Jährige, der zuletzt zweimal sein Comeback gab.

Weil die positiven Nachrichten von der medizinischen Abteilung noch auf sich warten lassen, könnte es vielleicht sogar zu einem dritten Auftritt des ehemaligen Spielmachers kommen. „In Fellbach war das auf dem Platz noch schwer zu sortieren und zu ordnen“, erklärt er mit einem Schmunzeln. Besser lief es gegen Schutterwald. „Mit unglaublichem Spaß“ mischte er wieder mit den ganz jungen Akteuren mit.

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Stocker: „Es wird ein Leben lang in den Händen jucken, aber ich kann meinen Körper auch einschätzen und weiß, dass das nicht nötig ist.“ Schön sei es, den Jungen beim Spiel und guten Sachen als Trainer zuzusehen – und ihm viel lieber als aktiv dabei zu sein. „Aber geil war es schon“, gesteht er, „noch einmal daheim aufzulaufen.“

Am liebsten wäre das Kapitel als Spieler damit jedoch endgültig geschlossen. In Neuenbürg, direkt vor den Toren Pforzheims, trifft seine junge Truppe auf einen Gegner mit starker Physis, einiger Erfahrung aus höheren Ligen und nach einer souveränen Meisterschaft viel Selbstvertrauen.

Konstanzer Talente müssen in puncto Erfahrung und Cleverness zulegen

Kurios: Die starken Ergebnisse gelangen dem Aufsteiger vor allem in der Fremde, vor dem eigenen Publikum wartet der HCN noch auf seinen ersten doppelten Punktgewinn. „Das macht es nicht einfacher“, meint Stocker. „Das wird sie selbst am meisten aufregen und werden sie gegen uns unbedingt ändern wollen.“

Gegen eine sehr starke Mannschaft wird sein Team somit wieder eine Topleistung benötigen, um erfolgreich sein zu können. Zusätzlich wollen die Konstanzer Talente vor allem in puncto Erfahrung und Cleverness zulegen. „Jetzt haben wir einen guten Start hingelegt“, sagt Stocker, „mit 13:5 Punkten sind wir mehr als im Soll.“