Turnen, Bundesliga: StTV Singen – TuS Vinnhorst 37:39. – Im wohl entscheidenden Wettkampf um den Klassenerhalt traten die Turner des StTV Singen um Trainer Axel Leitenmair hochkonzentriert an, um den zweiten Heimsieg feiern zu können. Erwartungsgemäß konnten die Gastgeber am Boden noch nicht so recht mithalten, die hochwertigen Übungen der Gäste, allen voran die des spanischen Topturners Miguel Zapata, wurden mit einem Gerätesieg von 11:3 Punkten belohnt.

Daniel Popescu (STTV).
Daniel Popescu (STTV). | Bild: Peter Pisa

Doch davon ließen sich die Singener nicht beeindrucken, konterten am Pauschenpferd mit ebenfalls sauberen Übungen und brachten das Gerät mit 10:4 nach Hause. Überraschend deutlich konnte dann die Heimmannschaft auch die Ringe für sich entscheiden.

Nikita Ignatyev (STTV) an den Ringen.
Nikita Ignatyev (STTV) an den Ringen. | Bild: Peter Pisa

Mit überzeugenden Darbietungen konnte der StTV sehr gut dagegenhalten und gewann das Gerät mit 10:5 Scores. Zur Pause hatte Singen einen kleinen Vorsprung von drei Punkten. Im weiteren Verlauf der Begegnung wechselten die Punkte allerdings gleichermaßen hin und her.

Gerechtes Remis beim Sprung

Am Sprung mussten die Niedersachsen vorlegen, wurden jedoch von Antonio Huber und Nikita Ignatyev sehr gut gekontert, sodass weitere fünf Punkte an Singen gingen. Dann mussten Luca Pollin und Daniel Popescu den Gästen die Punkte überlassen, ein gerechtes 5:5-Remis war das Ergebnis.

Nikita Ignatyev (STTV).
Nikita Ignatyev (STTV). | Bild: Peter Pisa

Beim Stand von 28:25 für Singen ging es an den Barren, bei dem das Turn-Team Singen das Nachsehen hatte. Die etwas höherwertigen Übungen der Vinnhorster gaben den Ausschlag für deren 8:3-Gerätegewinn.

Vinnhorst nun vorne

Nun hatten die Gäste vor dem letzten Gerät mit 33:31 Punkten knapp die Nase vorn. Ähnlich wie am Sprung, konnten Christian Dehm und wiederum Nikita Ignatyev am Königsgerät Reck die Vorlagen der Gäste toppen und holten sechs Punkte auf die Habenseite.

Hoffnung beim Singener Publikum

Beim Stand von 37:33 Punkten für Singen hatten die heimischen Fans die leise Hoffnung, dass der Vorsprung gehalten werden könne. Und so feuerte das enthusiastische Publikum seine Mannschaft lautstark an, so wie auch schon während des gesamten Wettkampfs die Stimmung hervorragend gewesen war.

Vorsprung schmilzt

Nach dem vorletzten Duell schmolz der knappe Vorsprung auf einen Punkt zusammen, und Vinnhorst bot nun als letzten seiner Turner den Russen Vladislav Poliashov auf, der eine sehr schwierige Übung zeigte und diese auch fehlerfrei in den Stand brachte. Alle Vinnhorster Turner standen nun Arm in Arm zusammen, als der Singener Luca Pollin ans Gerät ging. Auch das gesamte Turn-Team Singen verfolgte gebannt seine Übung. Als dieses Duells dann mit drei Punkten an die Gäste ging, fielen sich die die Turner aus Vinnhorst in die Arme, hatten sie doch endlich ihren ersten Saisonsieg eingefahren und können nun weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

Video: Peter Pisa

Etwas enttäuscht bedankten sich die Singener Turner bei ihrem fantastischen Publikum. Sie müssen nun beim letzten Wettkampf beim TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau so viele Gerätepunkte wie möglich gewinnen, um aus eigener Kraft den Ligaverbleib zu schaffen.

Mit diesem Sieg schob sich der TuS Vinnhorst nun vor Singen auf den sechsten Platz, der TSV Pfuhl ist nach der Niederlage gegen den Siegerländer KV Tabellenschlusslicht. (od)

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